Stand: 02.02.2016 09:25 Uhr

Schleswig-Holstein ist "Spitzen-Sportland"

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Mehr als 100 Sportler aus Schleswig-Holstein wurden beim Landessportverband für ihre herausragenden Leistungen im Jahr 2015 geehrt.

Die sportlichen Erfolge des Wochenendes wirken noch nach in Schleswig-Holstein. Bei der Sportlerehrung des Landessportverbandes (LSV) am Abend in Kiel waren die sensationellen Siege von Tennisprofi Angelique Kerber und der Handball-Nationalmannschaft die Topthemen. Die Handballer des THW Kiel wurden für den Deutschen Meistertitel 2015 ausgezeichnet. Der verletzte Patrick Wiencek vom THW nahm die Meisterehrung entgegen. Insgesamt wurden mehr als 100 Sportler geehrt. LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen sprach stolz vom "Spitzen-Sportland Schleswig-Holstein". Und Sportminister Stefan Studt (SPD) betonte: "Ich werde mich dafür einsetzen, den Sport in der Spitze und in der Breite weiterhin angemessen zu fördern."

Handball mit Ausstrahlungskraft

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Deutschland ist Handball-Europameister! Unter den Siegern sind auch drei Spieler des THW Kiel.

Der jüngste Erfolg der Handballer, am dem auch drei Kieler beteiligt waren, hat laut Tiessen eine wichtige Bedeutung: "Im Handballsport Europameister zu sein, wo so viele Nationen gegeneinander gekämpft haben, in einem harten, tollen Sport – das ist schon für viele ein großer Schub." Unter anderem wurde am Abend außerdem der Ruderer Lauritz Schoof aus Rendsburg für seinen Weltmeistertitel im Doppelvierer geehrt. Der Olympiasieger von 2012 will im Sommer in Rio bei den Olympischen Spielen zum zweiten Mal um Gold rudern.

Olympia in aller Munde

Olympia war am Abend eines der ganz großen Themen. Tiessen sagte, er habe den Eindruck, dass viele Sportler gut vorbereitet seien. Sportminister Stefan Studt (SPD) will Ideen und Kontakte aus der Olympia-Bewerbung auch nach dem gescheiterten Referendum weiter nutzen. "Der enorme Elan, der sich in einer neuen Zusammenarbeit etlicher Menschen aus Sport, Wirtschaft und Politik ergeben hat, sollte auf keinen Fall ungenutzt bleiben. Es gibt sehr viele gute Initiativen des Sports, die weiterhin Unterstützung und eine breitere Öffentlichkeit brauchen", sagte Studt.

Ein gutes Beispiel seien die für die Bewerbung der Stadt Kiel bereitgestellten zwei Millionen Euro Fördermittel, die 2016 und 2017 hochklassige Segel-Wettkämpfe auf der Kieler Förde ermöglichen sollten. Ganz bewusst habe das Kabinett beschlossen, diese Gelder unverändert gewähren zu wollen, so der Minister. Auch sei man mit der Stadt Kiel bereits in guten Gesprächen, welche Infrastruktur-Verbesserungen in Schilksee auch ohne die Spiele möglich seien.

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