Stand: 28.07.2017 15:54 Uhr

Nord-Piraten treten nicht zur Bundestagswahl an

Zwölf Parteien aus Schleswig-Holstein sind für die Bundestagswahl am 24. September zugelassen. Die Piraten werden aber nicht dabei sein. Wie die Partei mitteilte, ist es nicht gelungen, die notwendigen 2.000 Unterstützungsunterschriften zusammen zu bekommen. Sie trete weder mit einer Liste noch mit Direktkandidaten an, teilte am Freitag die Landesvorsitzende Friederike Mey mit. Statt der vorgegebenen 2.000 Unterschriften sind nur etwa 1.800 gesammelt worden.

"An Handlungsfähigkeit und Ansehen verloren"

Die Partei spricht selbst von mangelnder Motivation. Mey sagte, dass man aus alten Fehlern lernen und sich auf einen Neuanfang konzentrieren wolle. "Wir müssen uns eingestehen, dass wir durch strukturelle Mängel innerhalb der Partei in den letzten Jahren an Handlungsfähigkeit und Ansehen verloren haben", gestand sie ein. Das habe sich auf die Motivation und auf die letzten Wahlergebnisse ausgewirkt. Auch bei der Landtagswahl im Mai waren die Piraten gescheitert und mussten das letzte Parlament in Deutschland verlassen.

Zwölf Landeslisten stehen zur Wahl

Folgende Parteien sind zugelassen:

  • Christlich Demokratische Union (CDU)
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • Bündnis 90/Die Grünen
  • Freie Demokratische Partei (FDP)
  • Die Linke
  • Alternative für Deutschland (AfD)
  • Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
  • Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
  • Freie Wähler
  • Bündnis Grundeinkommen (BGE)
  • Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
  • Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (PARTEI)

Ähnlich wie den Piraten erging es der Partei Demokratie in Bewegung und der Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.07.2017 | 15:00 Uhr

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