Stand: 03.03.2016 12:04 Uhr

Neues Sicherheitskonzept nach Vorfällen im "Arriba"

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Die Sicherheitsleute sollen sich in Zukunft auch unter die Badegäste mischen.

Mehr Überwachungskameras und mehr Sicherheitspersonal: Das sind die wesentlichen Konsequenzen, die die Betreiber des Erlebnisbades "Arriba" in Norderstedt (Kreis Segeberg) aus den jüngsten Vorfällen ziehen wollen. Laut Polizei sollen ein Jugendlicher und ein 34-Jähriger am vergangenen Sonntag zwei Teenagerinnen im Bereich der Schwimmbad-Rutschen sexuell genötigt haben.

Sicherheitspersonal in Badehose

Das Sicherheitspersonal im Schwimmbad wird nach Angaben der Betreiber um drei Mitarbeiter verstärkt. Die Sicherheitsleute sollen sich in Zukunft auch unter die Badegäste mischen. "Arriba" Center-Manager Ruud Swaen sagte dazu NDR 1 Welle Nord: "Die werden sich wie Badegäste benehmen. Die schwimmen hier durch die Gegend. Aber haben ein Auge auf gewisse Dinge oder beobachten dann Dinge, die einfach nicht gehen und dann kann man vorher schon eingreifen."

Kameras, Schilder und spezielle Rutsch-Zeiten

Bislang sind im gesamten Erlebnisbad 48 Überwachungskameras installiert. Nach Angaben von Center-Manager Ruud Swaen soll ihre Zahl in den kommenden Wochen ebenfalls aufgestockt werden, um dadurch die Sicherheit zu erhöhen. Außerdem ist geplant, Schilder mit Piktogrammen aufzuhängen, die jedem deutlich machen sollen, dass kein Badegast gegen seinen Willen angefasst werden darf. Ferner will das "Arriba" spezielle Rutschzeiten testen: für Kinder, Jugendliche und Frauen.

Im Intimbereich angefasst

Durch die neuen Maßnahmen sollen Vorfälle wie am vergangenen Sonntag verhindert werden. Ein Junge und ein Mann werden verdächtigt, zwei 14- und 18-jährige Besucherinnen des Bades belästigt und im Intimbereich angefasst zu haben. Das Sicherheitspersonal hatte die beiden Beschuldigten festgehalten und die Polizei alarmiert. Das Amtsgericht Norderstedt erlies wenig später auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl.

Es passierte an der Rutsche

Die beiden mutmaßlichen Täter hätten das Mädchen und die junge Frau so berührt, dass rechtlich der Tatbestand der Vergewaltigung erfüllt sei, erklärte Polizeisprecherin Silke Westphal. Der Vorfall ereignete sich nach ihren Angaben an der Rutsche des Schwimmbades. Die Beschuldigten sind 14 und 34 Jahre alt und laut Polizei Flüchtlinge aus Afghanistan.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 03.03.2016 | 12:00 Uhr