Stand: 27.03.2017 12:28 Uhr

Neues Polster für Sylt kostet 26 Millionen Euro

Was sich die Winterstürme von Sylt genommen haben, muss jetzt wieder dran. Doch wo sind die Schäden besonders groß? Wo muss besonders viel Sand vorgespült werden? Das haben Küstenschützer auf der Insel untersucht. Mit Geländewagen haben sie rund 40 Kilometer zwischen Hörnum und List abgefahren und begutachtet. Mit dabei war auch Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Die gute Nachricht: Die Stürme im Herbst und Winter haben keine größeren Schäden hinterlassen. Doch Sand muss trotzdem vorgespült werden. Laut Habeck werden dafür bis 2020 rund 26 Millionen Euro ausgegeben. Den Auftrag für die Vorspülungen hat eine dänische Firma bekommen. Die Sandvorspülungen gelten als effektivster Schutz für die Küsten der Insel.

Sylt wichtig fürs Festland

"Sylt spielt eine herausragende Rolle für den Küstenschutz in Schleswig-Holstein", sagte Habeck. Die Insel sichere gemeinsam mit den Halligen und den Deichen auch das Festland vor Schäden durch Sturmfluten. Insgesamt wurden auf Sylt seit 1972 bis Ende 2016 etwa 47,5 Millionen Kubikmeter Sand vorgespült, um den jährlichen Verlust von rund einer Million Kubikmeter auszugleichen. In diesem Jahr werden es 1,7 Millionen Kubikmeter sein, so der Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz.

Der Sand findet seinen Weg

Auch Föhr soll von dem jetzt vergebenen Auftrag profitieren. An der Westseite der Insel soll ein Deich verstärkt und ebenfalls Sand aufgespült werden. Kurios dabei: Der entsprechende Sand wird jetzt zunächst in Hörnum auf Sylt vorgespült. Von dort trägt ihn die Strömung ein Stück Richtung Föhr und er lagert sich dort ab, so die Prognose. Und von dort kann er dann ein paar Jahre später für die Arbeiten auf Föhr entnommen werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.03.2017 | 15:00 Uhr

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