Stand: 05.01.2016 14:45 Uhr

"Merkel war ganz nett zu uns"

Sternsinger aus Flensburg bringen Bundeskanzlerin Merkel den Segen.

Was für eine besondere Ehre: Vier junge Mädchen aus der St.-Marien-Gemeinde "Schmerzhafte Mutter" in Flensburg durften am Dienstag als Sternsinger zur Kanzlerin nach Berlin. Einen Tag vor den Heiligen Drei Königen sangen Christin (15), Lena (13), Nathalie (14) und Sanya (15) vor Angela Merkel (CDU) - natürlich in hübschen, bunten Gewändern und mit goldenen Kronen. Die Mädchen vertraten das Erzbistum Hamburg. "Wir haben eineinhalb Stunden gesungen", sagte Nathalie. "Und Frau Merkel war sehr nett. Wir haben ihr die Hand geschüttelt."

300.000 Sternsinger sind unterwegs

Für Kanzlerin Merkel ist das Treffen mit den Sternsingern traditionell der erste offizielle Termin des Jahres. Insgesamt waren 108 Sternsinger aus allen 27 deutschen Bistümern ins Kanzleramt gekommen. Das Leitwort der Aktion in diesem Jahr heißt "Respekt für Dich, für mich, für andere - in Bolivien und weltweit." Deutschlandweit ziehen 300.000 Kinder rund um den Dreikönigstag von Haus zu Haus und sammeln Geld für soziale Projekte.

Geld für Kinder in Bolivien

Merkel gab den Mädchen und Jungen eine Barspende in Höhe von 200 Euro mit auf den Weg. Zusätzlich fließen 7.500 Euro in das Projekt "Benachteiligte Kinder stärken" der Stiftung "Contexto", die sich in Bolivien um vernachlässigte und gefährdete Kinder kümmert. Bolivien zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas.

Durchatmen - nichts ist schiefgelaufen

Die Aufregung steckte den Teenagern nach dem großen Auftritt noch in den Knochen. Schiefgelaufen sei zum Glück nichts, lacht die 14-Jährige Nathalie. Mit dem Reisebus ging es dann wieder zurück von der Großstadt in ihre vergleichsweise kleine Heimatstadt Flensburg.