Stand: 28.01.2016 20:55 Uhr

Maroder MuK-Konzertsaal wird saniert

Kein Verkauf oder Abriss, sondern Sanierung - die Lübecker Bürgerschaft hat am Donnerstagabend nach heftiger Debatte über das weitere Schicksal der Musik- und Kongresshalle (MuK) entschieden. Alle Fraktionen einigten sich auf einen Antrag, der anschließend einstimmig angenommen wurde. Damit gibt die Bürgerschaft die bereits im Haushalt für 2016 und 2017 vorgesehenen vier Millionen Euro für den ersten Abschnitt der MuK-Sanierung frei. Er soll bis April 2017 abgeschlossen sein.

Statische Mängel an der Akustikdecke

Seit September ist der Konzertsaal der MuK gesperrt. Der Grund: Probleme mit dem Brandschutz und statische Mängel an der Konzertsaaldecke. Die Beseitigung dieser Schäden und die Erneuerung des Brandschutzes soll nach Angaben der Stadt 8,4 Millionen Euro kosten. Zwei Millionen Euro davon will das Land übernehmen, etwas mehr als eine Million Euro sollen von Stiftungen beigesteuert werden. Die Verwaltung sei zuversichtlich, die verbleibenden Mittel einwerben zu können, heißt es in dem Finanzierungsplan von Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). 

Entscheidung lange unklar

Für die Gesamtsanierung veranschlagt die Stadt mehr als 20 Millionen Euro. Lange war unklar, wie sich die Ratsversammlung verhalten würde. Angesichts des hohen Sanierungsbedarfs hatten einige Politiker gefordert, die MuK zu verkaufen oder sogar abzureißen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.01.2016 | 22:00 Uhr