Stand: 21.02.2016 12:16 Uhr

Marineschiff verliert Öl im Lübecker Hafen

Drei Schiffe des ständigen Minensuchverbandes der NATO liegen seit Freitag am Lübecker Hansekai - und Samstagabend gab es auf dem Tender "Donau" einen Ölunfall. Nach Angaben der Feuerwehr ist von dem Schiff Diesel in das Hafenbecken geflossen. Die Einsatzkräfte legten im Wasser eine Ölsperre aus.

Marine stattet Lübeck Besuch ab

Die Besatzung der "Donau" habe an Bord den Diesel umpumpen wollen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Aus bisher unbekannter Ursache verteilte sich der Kraftstoff erst auf dem Deck und lief von dort aus ins Wasser. In der Zwischenzeit konnte eine Fachfirma einen großen Teil des Öls aufnehmen. Laut Feuerwehr sind die übrigen Reste im Wasser so gering, dass sie technisch nicht abgepumpt werden können.

Unter deutschem Kommando

Der Tender "Donau", das Minenjagdboot "Dillingen" und der britische Minenjäger HMS "Ramsey"gehören zu einem Minensuchverband der NATO - offiziell "Standing NATO Minecountermeasures Group 1". Sie waren in der vergangenen Woche in Neustadt am Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr der Marine. Dort haben die Besatzungen der drei Boote die Brandbekämpfung und Leckabwehr trainiert. Nach dem Besuch in Lübeck wird der Verband Richtung Nordsee weiterfahren. Ziel sind die Niederlande und Belgien. Bis zum Sommer bleibt der Minensuchverband unter deutschem Kommando, danach übernimmt Estland die Führung.

Weitere Informationen

Minenjäger "Weilheim" kehrt nach Kiel zurück

Nach sechs Monaten ist das Marineboot "Weilheim" in seinen Heimathafen Kiel eingelaufen. Der Einsatz dauerte für die 40-köpfige Besatzung erheblich länger als ursprünglich geplant. mehr

Militärschiffe werden unsichtbar für Seeminen

Deutsche Militärschiffe sollen in Zukunft keine Magnet-Seeminen mehr auslösen. Dafür hat in der Kieler Förde der Bau der weltweit modernsten Entmagnetisierungsanlage begonnen. mehr

Niederländer helfen Deutscher Marine

Deutsche Soldaten üben künftig auf dem niederländischen Schiff "Karel Doorman". Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten die Verteidigungsministerinnen beider Länder. mehr