Stand: 16.01.2016 12:26 Uhr

Lübeck: Demonstranten erinnern an Brandanschlag

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Demonstranten erinnern in Lübeck an den Brandanschlag in der Stadt vor 20 Jahren.

Mit einer Demonstration haben am Sonnabend in Lübeck mehrere Hundert Menschen an die Brandkatastrophe in einem Lübecker Flüchtlingsheim vor 20 Jahren erinnert. Bei dem Feuer am 18. Januar 1996 waren zehn Menschen getötet und 38 verletzt worden, einige von ihnen schwer.

Demonstranten wollen Willkommenskultur

Unter dem Motto "Refugees Welcome" zogen nach Angaben der Polizei etwa 600 Menschen friedlich durch die Altstadt. Die Initiatoren, das Lübecker Flüchtlingsforum und das Bündnis "Wir können sie stoppen", wollten nach eigenen Angaben ein Zeichen für ein offenes Lübeck setzen und der zehn Opfer gedenken, die bei dem Brandanschlag 1996 starben. Auf Transparenten und in Redebeiträgen forderten die Demonstranten eine Willkommenskultur für die aktuellen Flüchtlinge sowie ein Bleiberecht unabhängig von deren Herkunftsstaaten.

Wer waren die Brandstifter?

Die genauen Hintergründe des Brandes sind bis heute nicht geklärt. Fest steht nur, dass das Feuer im ersten Stock des Hauses gelegt wurde. Doch wer die Brandstifter waren, ist juristisch nie geklärt worden. Vier Männer aus der rechten Szene aus Mecklenburg-Vorpommern wurden kurz nach dem Brand festgenommen, aber wieder freigelassen, weil sie ein Alibi hatten. Ein Hausbewohner wurde angeklagt, aber von zwei Gerichten freigesprochen, da es keine Beweise für seine Täterschaft gab.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.01.2016 | 13:00 Uhr