Stand: 08.01.2016 11:33 Uhr

Los gehts mit der Vogelzählung

Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Park - von heute an bis 10. Januar darf wieder gezählt werden: Der NABU hat zur großen Mitmachaktion aufgerufen. Eine Stunde lang sollen die Schleswig-Holsteiner die Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung beobachten und die Vögel zählen. Wichtigstes Ziel ist es laut NABU, die Entwicklung des Vogelbestandes im Siedlungsbereich zu dokumentieren.

Seidenschwanz und Spatz

Ausschau halten nach Erlenzeisig und Seidenschwanz

Im Mittelpunkt der "Stunde der Wintervögel" stehen vertraute Vogelarten, die den Winter in Schleswig-Holstein verbringen. Dazu gehören Meisen, Finken, Rotkehlen und Spatzen. Daneben können aber auch Wintergäste wie Erlenzeisig und Seidenschwanz beobachtet werden. Sie ziehen aus dem kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa.

Zehntausende Vögel in Schleswig-Holstein erfasst

Im Vorjahr beteiligten sich bundesweit mehr als 77.000 Tierfreunde an der Aktion und zählten zwei Millionen Vögel. In Schleswig-Holstein machten im Januar 2015 knapp 2.800 Aktive mit und meldeten insgesamt fast 78.600 Vögel. Bei dieser Winteraktion hatten der Haus- und der Feldsperling den Schnabel vorn, gefolgt von der Amsel auf dem dritten Rang. Danach folgte die Blaumeise.

Wer macht in diesem Winter das Rennen?

Der NABU weist darauf hin, dass beim Vogelzählen auch Gärten, in denen nur wenige Vögel zu sehen sind, einbezogen werden sollten. Rückgänge von Arten könnten nur dann auffallen, "wenn wir auch die kleinen Zahlen erhalten", so Vogelschutzexpertin Janina Philipp. Die Beobachtungen können bis zum 18. Januar unter www.schleswig-holstein.nabu.de gemeldet werden. Außerdem hat der NABU morgen und übermorgen Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Hotline 0800-1157115 für die Vogelmeldungen freigeschaltet .

Weitere Informationen

Wer ist zu Gast am Vogelhäuschen?

Der Naturschutzbund hat für das Wochenende zur "Stunde der Wintervögel" aufgerufen. Naturfreunde sollten in Gärten und Parks Vögel zählen und damit Infos über die Bestände sammeln. mehr