Stand: 17.02.2017 10:00 Uhr

Lkw-Fähre rutscht in Flensburg ins Wasser

Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) hat am Freitagmittag eine neue RoRo-Fähre vom Stapel gelassen. In Zukunft setzt die dänische Reederei "DFDS" sie auf der Nordsee ein. Seit Sommer 2016 hatte die FSG an der Fähre gearbeitet. Nach dem Stapellauf müssen nun noch Deckshaus und Schornstein montiert werden. Im Mai will die Werft das auf den Namen "Gardenia Seaways" getaufte Schiff ausliefern. Es ist rund 210 Meter lang und bietet laut FSG Platz für genau 262 Lkw-Trailer. Eine weitere, baugleiche Fähre ist bereits geplant, auch sie soll für die "DFDS" fahren.

Fähren für Irland und die Türkei

Weitere Informationen
4 Bilder

"Gardenia Seaways" läuft vom Stapel

Der Autotransporter wurde für die dänische Reederei DFDS gebaut und bietet Platz für mehr als 260 Lkw-Anhänger. Die 210 Meter lange Fähre soll in Zukunft in der Nordsee eingesetzt werden. Bildergalerie

Der Auftrag für beide Schiffe kam vom Eigner der FSG, der norwegischen Siem-Gruppe. Die Gruppe hatte die Werft 2014 übernommen. Die Reederei "DFDS" chartert die fertigen Fähren lediglich. Bis zum Ende des Jahres scheint damit die Auslastung der FSG gesichert: "Wir haben ein stabiles Auftragsbuch, sind durch die Siem-Gruppe gestärkt und blicken mit 600 Mitarbeitern in die Zukunft", sagte Thomas Ritte von der FSG. Irish Ferries und ein türkisches Logistikunternehmen haben ebenfalls Fähren bestellt.

Werft wirtschaftlich angeschlagen

Die FSG baut seit 144 Jahren Schiffe. Obwohl die Auftragslage des Unternehmens gut war, erwirtschafte es nach eignen Angaben in den vergangenen vier Jahren Verluste im zweistelligen Millionenbereich. Das Unternehmen geriet in wirtschaftliche Schieflage. Um aus den roten Zahlen zu kommen, strichen die Verantwortlichen 113 Stellen. 98 Mitarbeiter mussten Ende 2016 gehen, um Kosten zu senken. 15 Stellen wurden nicht wieder besetzt.

Weitere Informationen

FSG: Angeschlagene Werft lässt Fähre vom Stapel

Endlich gute Nachrichten von der Flensburger Schiffbaugesellschaft: Am Freitag lief eine RoRo-Fähre vom Stapel. Zuletzt ging es bei der FSG eher um Stellenabbau und Millionenverluste. (18.11.2016) mehr

FSG: Werftarbeiter verzichten auf Lohn

Das Rettungspaket für die Flensburger Werft steht: 660 Arbeitsplätze sind gerettet - 98 Stellen werden abgebaut. Das Land soll bürgen - und muss dem Sanierungsplan noch zustimmen. (04.11.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.02.2017 | 10:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein

07:33

Wirbel um Abschiebung einer albanischen Familie

17.08.2017 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
02:24

Saisoneröffnung in der Handball-Bundesliga

17.08.2017 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
02:46

B 404: Kontrollen gegen riskante Überholmanöver

17.08.2017 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin