Stand: 26.01.2016 09:13 Uhr

Kitesurfer machen kräftig Wind

Kitesurfer fürchten um ihre Reviere an Nord- und Ostsee. Nachdem das Bundesverkehrsministerium und das Umweltministerium in Kiel angekündigt hatten, mit einer neuen Verordnung das Befahren der Bundeswasserstraßen in Nationalparken zu regeln, befürchten die Kitesurfer ein generelles Kiteverbot. Am Dienstag hat die Organisation "Global Kitesurf Association" (GKA) in Berlin deshalb eine Petition mit mehr als 21.500 Unterschriften an das Bundesverkehrsministerium überreicht, um das drohende Verbot zu verhindern. Die Zahl der aktiven Kitesurfer in Deutschland wird auf etwa 20.000 geschätzt, Tendenz rasant steigend.

Habeck: Hotspots vor Sylt und St. Peter-Ording sollen bleiben

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat im Gespräch mit NDR 1 Welle Nord ein solches Szenario aber vom Tisch gewischt. Es gehe lediglich darum, als Gesetzgeber vorbereitet zu sein, wenn in naher Zukunft immer mehr Kitesurfer an die Küste kommen. Dann vermeide eine gesetzliche Regelung ein mögliches Chaos, zum Schaden des Naturschutzes. Hotspots wie vor Sylt und St. Peter-Ording sollen erhalten bleiben, zudem seien zahlreiche Ausnahmeregelungen vorgesehen, so Habeck. Er will in zwei Wochen mit allen Beteiligten über die Einzelheiten sprechen.

Kitesurfen - bisherige Regelungen und Probleme

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 26.01.2016 | 06:00 Uhr