Stand: 04.02.2016 17:02 Uhr

Großbrand löst grenzüberschreitenden Einsatz aus

Etwa 30 Feuerwehrleute aus Schleswig-Holstein sind am Donnerstag zu einem Großbrand ausgerückt - obwohl es im nördlichsten Bundesland gar nicht brannte. Die dänischen Behörden hatten vier Wehren aus Flensburg und Umgebung um Unterstützung gebeten. In einem Öllager der süddänischen Stadt Fredericia standen mehrere Tanks in Flammen. Zwei der mit Frittierfett gefüllten Behälter seien explodiert, berichtete Richard Andersen von der Freiwilligen Feuerwehr Ellund im Kreis Schleswig-Flensburg. "Der größte betroffene Tank ist rund 25 Meter hoch und etwa 15 Meter breit", sagte der Wehrführer. Im Laufe des Tages bekamen die Einsatzkräfte das Feuer nach Angaben der dänischen Polizei jedoch unter Kontrolle.

Im Hafen von Fredericia explodieren Lagertanks

Erstmals 100-Kilometer-Weg nach Notruf

Die Feuerwehren im Grenzgebiet arbeiten traditionell eng zusammen. Erstmals mussten die deutschen Helfer nach einem Notruf aber mehr als 100 Kilometer zurücklegen. Die dänischen Kollegen hatten in der Nacht offenbar dringenden Handlungsbedarf gesehen. Während im Hafen zwei Menschen leicht verletzt wurden, mussten mehr als 200 Anwohner die Nacht in Notunterkünften verbringen. Es bestand die Gefahr, dass weitere Tanks explodieren. Sie ist gebannt - auch dank der Feuerwehrleute aus Ellund und Wallsbüll, der Flughafenfeuerwehr der Bundeswehr in Jagel und der Berufsfeuerwehr Flensburg.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 04.02.2016 | 19:30 Uhr