Stand: 18.02.2016 16:36 Uhr

Geplant: Erst Hundeführerschein, dann Rabatt

Werden diese Pläne Realität, kommen auf die mehr als 1.600 Hundehalter in Pinneberg deutliche Mehrkosten zu: Urte Steinberg, die Bürgermeisterin der Stadt, will die Hundesteuer erhöhen - etwa von 120 auf 180 Euro für den ersten Hund. Doch es gibt ein Schlupfloch: Steinberg schlägt vor, Haltern mit einem Hundeführerschein Rabatt von 60 Euro zu gewähren. Wer beschult ist, würde also den alten Satz zahlen.

Bürgermeisterin will Anreize für Kurse schaffen

Bürgermeisterin Steinberg will mit diesem Schritt die Sicherheit im Stadtgebiet erhöhen. Besonders Hunde, die schlecht oder gar nicht hören, würden ein Risiko darstellen, sagt sie. Mit dem Hundeführerschein lernen die Halter grundlegende Kenntnisse über Hundeerziehung und -verhalten. Außerdem müssen die Tiere Kommandos wie "Sitz!", "Platz!" und "Bleib!" beherrschen. Um für die Halter einen Anreiz zu schaffen, solch einen Kurs zu belegen, will die Stadt den Nachlass gewähren. Steinbergs Sprecher betont, dass es nicht darum gehe, die Kassen der klammen Stadt zu füllen. "Unser Ziel ist es nicht, das Gesamthundesteueraufkommen sehr weit zu erhöhen, dafür ist das Haushaltsdefizit zu groß."

Ratsversammlung ist noch nicht überzeugt

So ein Rabattmodell gibt es schon in Glücksstadt (Kreis Steinburg) und in Rellingen (Kreis Pinneberg). Das neue Hundegesetz macht so ein Rabatt-Modell möglich. Doch um diese Vergünstigung zu erhalten, haben Hundehalter erstmal Mehrkosten. Allein die Prüfung liegt Minimum bei 80 Euro - und dazu kommen die Ausgaben für den Kurs. Steinberg schreibt in ihrem Antrag von Kosten von etwa 135 Euro für Halter. Doch noch ist nicht sicher, ob diese Pläne Realität werden. Eigentlich wollte die Ratsversammlung am Donnerstag die Hundesteuersatzung verabschieden. Doch die Kommunalpolitiker haben noch Gesprächsbedarf: Nun soll der Antrag noch einmal im Fachausschuss beraten werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Schleswig-Holstein Magazin | 18.02.2016 | 19:30 Uhr