Stand: 11.01.2017 15:21 Uhr

Gefährliche Bullen und flauschiger Nachwuchs

Erst ein paar Tage sind sie alt, weiß und flauschig - und immer nahe bei der Mutter: die vielen Kegelrobben, die zurzeit auf der Helgoländer Düne geboren werden. Die Biologin Rebecca Störmer vom Verein Jordsand ist auf der Düne unterwegs, um die Jungtiere zu zählen - und Touristen darauf hinzuweisen, dass sie Abstand zu den Tieren halten sollen. Denn die Bullen sind die größten Raubtiere in Deutschland. Zurzeit gibt es schon Revierkämpfe und die bis zu 300 kg schweren Tiere können am Strand sehr schnell werden.

Nach drei bis vier Wochen kommt neues Fell

"Bei den Jungtieren, wenn sie noch im Lanugo Fell sind, muss man aufpassen, dass man sie nicht zu sehr beunruhigt", mahnt sie. Denn dann könne es passieren dass die Robbebbabys von ihren Müttern getrennt würden oder ins Wasser gingen, worauf ihr Fell noch nicht ausgelegt sei. Doch die kleinen Robben werden schnell selbstständig, so schnell, dass auch die erfahrene Biologin immer wieder beeindruckt ist. "Im Alter von drei bis vier Wochen tauscht das Jungtier das Lanugo Fell gegen das schwimmfähige Fell. Dann reißt auch die Verbindung zum Muttertier ab", berichtet sie.

"Die schönste Zeit des Jahres"

In diesem Jahr kamen die ersten Jungtiere schon am 3. November und damit zwei Wochen früher als normalerweise zur Welt. Dazu kamen das milde Wetter und ein gutes Nahrungsangebot. Und gab es, nach dem Rekord vom vergangenen Jahr mit 317 Jungtieren, dieses Jahr einen neuen Höchststand. Die aktuelle Zahl liegt nach Angaben von Helgolands Tourismusdirektor Klaus Furtmeier bei 352 Kegelrobben-Babys. Bis Mitte Januar dauert die Wurfzeit noch. Für Rebecca Störmer die schönste Zeit des Jahres .

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.01.2017 | 19:30 Uhr