Stand: 04.03.2016 19:39 Uhr

Fotofallen sollen Wölfe überwachen

Mit Hilfe von 114 Wildkameras oder Fotofallen wollen Experten mehr Erkenntnisse über das Verhalten der Wölfe im Norden erhalten. Das Umweltministerium geht davon aus, dass derzeit aber keine Wölfe dauerhaft im Land sind. "Wir haben vereinzelte Nachweise von Wölfen im Land, gehen davon aus, dass sie Schleswig-Holstein durchstreifen oder nur kurz hier aufhalten", sagte ein Ministeriumssprecher.

Rund 70 Wolfsbetreuer

Die Kameras sollen nach und nach aufgestellt werden. Am Freitag informierte sich darüber in Langwedel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) Umwelt-Staatssekretärin Silke Schneider mit der Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Sandra Redmann, dem Vizepräsidenten des Landesjagdverbandes, Axel Claussen, und dem Koordinator der Wolfsbetreuer Jens Matzen. Im Norden gibt es rund 70 Wolfsbetreuer. Sie erhoffen sich von den Kameras Daten zur Besiedlung Schleswig-Holsteins durch den Wolf.

Vereinzelt Angriffe auf Nutztiere

Bilder von Menschen, die von den Fotofallen aufgenommen werden könnten, sollen beim Auslesen der Speicherkarten gelöscht werden. Seit der ersten Sichtung eines Wolfs im April 2007 bei Süsel wurden weitere Tiere beziehungsweise ihre Spuren entdeckt. Es gab auch vereinzelte Angriffe von Wölfen auf Nutztiere.

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Schleswig-Holstein Magazin | 04.03.2016 | 19:30 Uhr