Stand: 06.03.2016 20:42 Uhr

Falken sollen Eisenbahnhochbrücke schützen

Die Eisenbahnhochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg soll zum Revier für Wanderfalken werden. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) hat dazu mehrere Nistkästen anbringen lassen - in mehr als 40 Metern Höhe. Wenn alles klappt, vertreiben die Falken bald die Tauben von der Brücke.

Die Taubenjäger von Rendsburg

Win-Win Situation

Bisher vermehren sich die Tauben rund um die Hochbrücke unkontrolliert. Das Problem: Ihr Kot greift die Farbe der Stahlkonstruktion an und sorgt so für Rost. Es geht also um Korrosions-Schutz. Das sei aber nur ein Aspekt, wie Brückenkontrolleur Friedhelm Heuck betont. "Anders rum gesehen, wäre es toll, wenn wir den Wanderfalken hier wieder sesshaft machen könnten, weil das ja eine vom Aussterben bedrohte Vogelart ist", sagt er. Heuck sieht das Projekt als Win-Win Situation für die Falken und für den Schutz der Brücke.

30 Wanderfalkenpaare im Land

Wanderfalken sind die größte Falkenart Deutschlands. Sie machen Jagd auf andere Vögel, auch auf Tauben. Außerhalb der Brutzeit ist der Wanderfalke laut NABU in fast allen Landschaftsformen zu finden, vorzugsweise jedoch über offenem Gelände und an Gewässern mit reichem Vogelleben. Zum Brüten ist er auf steile Felswände, Steinbrüche oder hohe Gebäude angewiesen. Bisher leben rund 30 Wanderfalkenpaare in Schleswig-Holstein.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 06.03.2016 | 19:30 Uhr