Stand: 11.09.2017 08:52 Uhr

Erste Hochschulen starten ins neue Wintersemester

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An der Universität in Kiel sollte es trotz vieler Studierenden nicht zum Platzmangel kommen, so der Sprecher der Universität.

Für viele Fachhochschulen in Schleswig-Holstein hat am Montag das neue Wintersemester begonnen. Auch ein Jahr nach dem doppelten Abiturjahrgang werden die Hörsäle wieder gut besetzt sein. Hintergrund ist, dass die Abiturienten vom vergangenen Jahr entweder im Ausland gewesen oder ein Freiwilliges Soziales Jahr geleistet hätten. Die Zahl der Studierenden sei konstant geblieben, sagt der Präsident der Fachhochschule Kiel Udo Beer. Gleiches berichten auch die Fachhochschulen in Flensburg und Lübeck. Der doppelte Abi-Jahrgang verteile sich etwa über drei Jahre rechnet Boris Pawlowski von der Christian-Albrechts Universität Kiel vor.

Engpässe werden umgangen

In Heide nehmen in diesem Wintersemester etwa 100 Studierende mehr in den Vorlesungen Platz. Die Europauniversität Flensburg habe etwa acht Prozent mehr Studenten, so eine Sprecherin. Mit Platzproblemen rechnet aber niemand. Lübeck versuche mit Hilfe eines ausgeklügelten Raummanagements, Engpässe zu umgehen, erklärt Frank Mindt von der Fachhochschule. An der Universität in Kiel werden Besetzungspläne für die Hörsäle zentral gesteuert, um Doppelbelegungen zu vermeiden. Hier startet das neue Semester mit rund 5.500 Studenten erst Mitte Oktober.

Studienanfänger planen zukunftsorientiert

Bei der Studienwahl sind offenbar die meisten Bewerber pragmatischer geworden. Pawlowski erklärt dies damit, dass viele Studienanfänger überlegen, was man mit seinem Studiengang später beruflich anfangen kann. So gehören in Flensburg und Kiel, Betriebswirtschaftslehre und Studiengänge im Medienbereich zu den Boom-Fächern in diesem Herbst. An der Universität Kiel hätten auch Lehramt sowie Jura und Medizin großen Zulauf. An der Fachhochschule Kiel ist dazu Soziale Arbeit beliebt - in Heide Wirtschaftspsychologie. An vielen Hochschulen gibt es aber immer noch freie Plätze, die meistens in technischen Studiengängen, besonders beim Maschinenbau. In Lübeck wird deshalb überlegt, die Bewerbungsphase für solche Studiengänge zu verlängern.   

Flüchtlinge bekommen Informatikunterricht auf Arabisch

Gut zwei Jahre nach der Flüchtlingswelle beginnen jetzt an den Hochschulen auch junge Flüchtende mit ihrem Studium. In den vergangenen Semestern waren viele Studienanwärter noch in Sprach- und Vorbereitungskursen, um Deutsch zu lernen. An der Fachhochschule Flensburg wird ein Flüchtlingsbeauftragter aus Syrien künftig die Studenten unterstützen. An der Universität Kiel schätzt Pawlowski, seien es in diesem Herbst rund 40 Studenten mit Fluchthintergrund. Bereits im Vorfeld habe die Universität einige Vorkurse und Seminare in der jeweiligen Landessprache angeboten, zum Beispiel Mathematik für Informatiker auf Arabisch. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, es habe erfolgreich funktioniert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.09.2017 | 08:00 Uhr

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