Stand: 11.03.2016 10:55 Uhr

Einbruchserie: Fast 2.000 Opfer bekommen Post

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Die Polizei hat Fotos vom Diebesgut der Einbruchserie ins Internet gestellt.

Staatsanwaltschaft und Polizei in Kiel stehen vor der Aufklärung einer Einbruchserie. Im Fokus der Ermittlungen stehen albanische Tatverdächtige, die im Großraum Kiel, Plön, Rendsburg und Neumünster aktiv gewesen seien sollen. Ihnen wird vorgeworfen, seit Herbst 2015 vor allem in Einfamilienhäuser in der Region eingebrochen zu sein. Bei verschiedenen Durchsuchungen wurde einiges an Diebesgut sichergestellt. Die Polizei hat deshalb fast 2.000 Einbruchsopfer angeschrieben, um zu prüfen, welche Taten konkret auf die Konten der Beschuldigten gehen.

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Tatverdächtige sind Asylbewerber

Die große Mehrzahl der Taten wurde in den vergangenen Monaten im Kieler Norden in den Stadtteilen Friedrichsort und Pries, sowie in der Gemeinde Altenholz (Kreis Rendsburg-Eckernförde) verübt. Nach Ermittlungen der Polizei lebte der überwiegende Teil der Tatverdächtigen in einer Asylbewerberunterkunft im Kreis Plön.

Fünf Männer seit Januar in Haft

Im Januar konnten insgesamt fünf albanische Tatverdächtige nach Wohnungseinbrüchen festgenommen werden. Bei dem Einsatz hatte die Polizei auch einen Hubschrauber eingesetzt. Bei einer spektakulären Aktion wurden zwei der Männer festgenommen. Die mutmaßlichen Einbrecher im Alter zwischen 19 und 35 Jahren befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Beute im Internet

Fotos von mehr als 900 sichergestellten Beutestücken aus Einbrüchen hat die schleswig-hosteinische Polizei ins Internet gestellt. Es handle sich um Schmuck, Fotoapparate oder andere Gegenstände, die bei festgenommenen mutmaßlichen Tätern gefunden worden seien, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.03.2016 | 13:00 Uhr