Stand: 24.11.2015 13:20 Uhr

Ein Herz für Bienen: Kommunen im Wettkampf

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Der BUND hat zum Schutz der Biene einen einzigartigen Wettbewerb gestartet.

In Schleswig-Holstein gibt es knapp 300 Wildbienenarten. Doch die Hälfte gilt nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) als gefährdet. Und genau das ist der Grund, warum der Naturschutzbund einen ungewöhnlichen Wettbewerb gestartet hat. Gesucht wird die "Bienenfreundlichste Kommune Schleswig-Holsteins". "Dieser Wettbewerb ist in Schleswig-Holstein einmalig - und wohl auch in ganz Deutschland", sagt Diplom-Biologin Birte Pankau vom BUND.

Viele Gemeinden aus Ostholstein dabei

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14 Kommunen beteiligen sich am Wettbewerb, darunter viele Städte und Gemeinden aus Ostholstein.

14 Kommunen haben ihre Bewerbungen eingereicht: Lübeck, Bad Schwartau, Neustadt, Ratekau, Timmendorfer Strand (alle Kreis Ostholstein), Großhansdorf (Kreis Stormarn), Halstenbek, Schenefeld (beide Kreis Pinneberg), Rodenäs (Kreis Nordfriesland), Schleswig (Kreis Schleswig-Flensburg), Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde), Sievershütten (Kreis Segeberg), Ruhwinkel und Preetz (Kreis Plön).

Pestizide, einheimische Pflanzen und Totholz

Die Fachjury bewertet nun einzelne Qualitätsstandards. So haben zum Beispiel alle teilnehmenden Kommunen bei der Pflege ihrer Grünflächen auf Pestizide verzichtet. Außerdem verwendeten sie überwiegend nur einheimische, standortgerechte Pflanzen im öffentlichen Raum. "Bewertet werden auch natürlich vorhandene Nistplätze wie Steilwände oder Totholz",. sagt die Projektleiterin Pankau.

Im Mai soll der Sieger feststehen

Im Frühling will die Fachjury in die einzelnen Kommunen fahren und Konzepte und Maßnahmen direkt vor Ort bewerten. Im Mai werden dann voraussichtlich die Sieger bekanntgegeben. Der Gewinn: eine Plakette mit der Auszeichnung "Bienenfreundliche Kommune". "Der größte Gewinn ist, wenn die Stadt etwas für den Bienenschutz tut", so Pankau.

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