Stand: 30.11.2017 14:55 Uhr

Digitale Chancen der Metropolregion Hamburg

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Digitalisierung steht im Zentrum der Diskussionen bei der Regionalkonferenz in Neumünster.

Mehr als 300 Vertreter aus Städten, Kommunen und Ländern der Metropolregion Hamburg haben über die digitale Zukunft Schleswig-Holsteins diskutiert. In den Holstenhallen in Neumünster tauschten sie sich mit Experten aus. 5,3 Millionen Menschen sind von den möglichen Veränderungen durch die Digitalisierung betroffen - das ist so viel, wie Norwegen Einwohner hat. "Alles wird technisch, alles wird digital. Das ist ja auch gut so, es bringt ja auch viele Vorteile mit sich", sagte Robert Habeck (Grüne), Schleswig-Holsteins Minister für Digitalisierung, bei dem Treffen. Aber die digitale Zukunft stellt die Metropolregion eben auch vor Herausforderungen.

Ländliche Regionen stehen vor großen Herausforderungen

Ob in der Arbeitswelt oder im Privatleben - ohne schnelles Internet wird es in Zukunft nicht mehr gehen. Vor allem für den ländlichen Raum seien das aber große Herausforderungen, betonte Habeck: "Das Spannende wird sein, zu schauen, wie die schleswig-holsteinische Strategie mit der von Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern übereinkommt." Wenn eine Gesellschaft sich in einem solchen Ausmaß verändere, sei die Überlegung, welche Ethik und welche Normen sich wie verändern, erforderlich.

In ganz Schleswig-Holstein soll es bis 2025 Glasfaser geben

Der schnelle Datenaustausch und gemeinsame Konzepte aller Städte, Kommunen und Länder rund um die Hansestadt sind eine Grundvoraussetzung, damit der Norden für die Zukunft gewappnet ist - darüber waren sich alle Teilnehmer des Treffens einig. Dafür ist schnelles Internet erforderlich: "Wir bringen Glasfaser in den letzten Winkel des Landes", verspricht Habeck. Schleswig-Holstein liege bei den Glasfaseranschlüssen an zweiter Stelle hinter Nordrhein-Westfalen. Glasfaseranschlüsse seien laut Bundeswirtschaftsministerium in 32 Prozent der schleswig-holsteinischen Haushalte möglich und 24 Prozent nutzten diese bereits. Bis 2025 sei eine 100-Prozent-Versorgung in Schleswig-Holstein das Ziel.

Habeck: Bund soll Digitalisierung Schleswig-Holsteins unterstützen

Beim Ausbau des schnellen Internets setzt der Digitalisierungsminister auch auf den Bund. Habeck erwartet, dass die künftige Bundesregierung jährlich drei Milliarden Euro für die Digitalisierung in den ländlichen Räumen bereitstelle, wie bei den Jamaika-Sondierungsgesprächen bereits parteiübergreifend vereinbart worden sei. Unter den Experten, die in verschiedenen Workshops Gedanken und Meinungen austauschten, war beispielsweise auch Zukunftsforscher Harald Neidhardt dabei. Er sagt, je schneller die technische Entwicklung voranschreite, desto mehr müsse man sich Gedanken machen, wie wir in Zukunft leben wollen. Ein weiter so, reiche nicht aus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 30.11.2017 | 12:00 Uhr

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