Stand: 06.02.2014 10:19 Uhr

Die "Siderfly" ist am Ziel

Die havarierte "Siderfly" ist im dänischen Grenaa angekommen. Am Donnerstagnachmittag erreichte der Schlepper "Westsund" mit dem beschädigten Frachter die Werft am Kattegat, wo das Schiff nun abgewrackt wird. Am Mittwoch startete die Überführung des Havaristen: Nach drei Monaten verließ die "Siderfly" den Brunsbütteler Hafen. Zwei Schlepper zogen das Schiff zunächst durch den Nord-Ostsee-Kanal in Richtung Kiel. Die Schleuse in Holtenau erreichte der Verband am Mittwochabend. Von dort ging es mit nur einem Schlepper weiter.

Gegenverkehr behindert Abschleppen

Doch die letzte Fahrt der "Siderfly" durch den Kanal verlief nicht ganz reibungslos. Nach nur etwa einer halben Stunde Fahrtzeit war am Mittwoch erst einmal Schluss: Weil der Schleppverband zu viel Gegenverkehr hatte, mussten die Schiffe bei Kudensee warten, bis der Nord-Ostsee-Kanal wieder frei war. Dann ging es weiter bis nach Kiel. Auf einer Werft im dänischen Grenaa will die Firma Fornaes versuchen, das nicht mehr seetüchtige Schiff auszuschlachten und noch zu Geld zu machen. Fornaes gilt als Europas größter Abwracker für Schiffe aller Art.

Bergung erst nach neun Tagen

Die "Siderfly" hatte nach dem Zusammenstoß mit dem Gastanker "Coral Ivory" im Oktober 2013 knapp zwei Tage lang den Verkehr auf dem Kanal lahmgelegt. Als schließlich die Bergung gelang, zogen Schlepper das Schiff in den Brunsbütteler Binnenhafen. Dortblockierte der Düngemittelfrachter monatelang einen Liegeplatz, weil die Reederei ihn nicht reparieren lassen wollte und sich lange Zeit kein Käufer fand.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 05.02.2014 | 16:00 Uhr

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