Stand: 18.01.2016 18:00 Uhr

Dickes Eis behindert zunehmend Schifffahrt

Bild vergrößern
Das Eis auf dem Elbe-Lübeck-Kanal ist bereits bis zu fünf Zentimeter dick.

Das Winterwetter mit anhaltenden Minustemperaturen führt in Schleswig-Holstein zu ersten Behinderungen der Schifffahrt. Der Elbe-Lübeck-Kanal ist seit Montagmittag gesperrt, sagte Bettina Kalytta vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Lauenburg. Auf dem knapp 62 Kilometer langen Kanal zwischen Lübeck und Lauenburg liegt eine zwei bis fünf Zentimeter dicke Eisschicht. Die meisten Binnenschiffe hätten den Kanal am Wochenende bereits verlassen, sagte Kalytta. Eisbrecher können nicht eingesetzt werden, weil das Eis Befestigungen und Schleusen beschädigen könnte. Erst, wenn es einige Tage am Stück taut, ist das Eis weich genug. Experten rechnen damit, dass das Eis in den kommenden Frostnächten zunächst jeweils um zwei Zentimeter wächst.

Eisschollen in Neustadt und auf der Schlei 

Das Fahrwasser der Elbe ist dagegen frei, nur in den Schutz-und Sicherheitshäfen hat sich nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts Scholleneis gebildet. Die schleswig-holsteinische Ostseeküste ist noch weitgehend eisfrei. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) meldete nur für den Hafen von Neustadt (Kreis Ostholstein) eine lockere Eisschicht und große Eisschollen auf der Schlei zwischen Missunde und Kappeln (Kreis Schleswig-Flensburg).

Weitere Informationen

Eiswarnung in Mecklenburg-Vorpommern

Der Dauerfrost mit Temperaturen bis minus 13 Grad hat den Nordosten weiter im Griff. Das Eis auf den Boddengewässern stellt für die Schifffahrt keine Problem dar, die zugefrorenen Binnengewässer schon. (07.01.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.01.2016 | 19:30 Uhr