Stand: 27.02.2017 16:53 Uhr

Delfin "Freddy" ist jetzt Franzose

Er war die Attraktion im Sommer und Herbst 2016 an der Kieler Bucht: Delfin "Freddy" tummelte sich wochenlang in der Förde. Zuletzt war der Große Tümmler in Kiel aber am 9. Dezember gesehen worden. Aber was ist in der Zwischenzeit passiert? Offenbar ist er eine sehr lange Strecke geschwommen - denn nun ist "Freddy" wieder aufgetaucht: etwa 1.800 Kilometer entfernt von Schleswig-Holstein, im Ärmelkanal vor Saint-Malo an der französischen Küste. Experten sind sich sicher, dass es sich um "Freddy" handelt.

Ohne Kanalabkürzung bis nach Frankreich?

"Das Tier hat eindeutig die gleichen Narben neben und unter dem linken Auge", sagte der Kieler Meeresbiologe Boris Culik dem Schleswig-Holstein Magazin. Er hat sich die beeindruckenden Nahaufnahmen ganz genau angeschaut, die Taucher der französischen Tierschutzorganisation Al Lark vom Delfin gemacht haben. Culik geht davon aus, dass "Freddy" auf seiner Reise wohl nicht die Abkürzung durch den Nord-Ostsee-Kanal genommen hat, sondern den ganzen Weg um Skagen herum geschwommen ist.

"Freddy" passiert wieder Schleusenanlagen

Zwei Wochen lang schwamm "Freddy" laut französischen Medien in der Bretagne in diversen Hafenbecken herum. Er soll dort - ähnlich wie im vergangenen Sommer in Kiel - mehrmals Schleusenanlagen passiert haben, um in den Binnenhafen zu kommen. "Das ist ja ziemlich ungewöhnlich", sagte Culik.

Delfin "Freddy" im Frankreich gesichtet

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 27.02.2017 | 19:30 Uhr

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