Stand: 26.01.2016 12:23 Uhr

Countdown für neue Kreuzfahrt-Saison

Kiel entwickelt sich immer mehr zu einem Eldorado für Kreuzfahrer. Im vergangenen Jahr kamen an Bord der Traumschiffe 458.000 Passagiere in die Landeshauptstadt. Laut Seehafen-Geschäftsführer Dirk Claus sind das so viele wie noch nie. Für dieses Jahr liegen für den Kieler Hafen bislang 116 Anmeldungen von Kreuzfahrtschiffen vor, darunter treue Gäste wie die "AIDAluna", aber auch Hingucker wie die "The World", die "Koningsdam" sowie ein Newcomer auf dem Traumschiff-Markt.

Diese Kreuzfahrer kommen nach Kiel

Jungfernfahrten und imposante Riesenpötte

Die diesjährige Saison beginnt am 25. April mit einem Anlauf der "AIDAluna" und endet am 8. Oktober mit dem Ablegen der "AIDAvita". Höhepunkte der Saison sind die Jungfernfahrt der "Mein Schiff 5" (16.07.) sowie die Erstanläufe der "Zuiderdam" (14.05.) und der "Koningsdam" (30.06.) der Holland-America-Line. Außerdem freut sich Kiel auf einen mehrtägigen Anlauf der "The World" (30.05. – 02.06.) sowie einen Erstanlauf von P&Os "Arcardia" (22.06.) zur Kieler Woche. Größtes Schiff der Saison ist die "Costa Pacifica" (Tonnage: 114.500 BRZ), während die Schiffe der Reedereien AIDA, TUI und MSC die häufigsten Gäste auf der Förde sein werden.

Güterumschlag geht zurück

Während die Kreuzfahrt boomt, verzeichnet der Seehafen Kiel 2015 ein Minus beim Güterumschlag - und zwar um 4,2 Prozent auf 6,2 Millionen Tonnen. Der Umschlag bei Massengütern sank um 9,4 Prozent. Vor allem bei Kohle und Getreide gab es ein klares Minus. Vor dem Hintergrund der Russland-Sanktionen und der schärferen Umweltauflagen für die Schiffe könne der Hafen trotz dieses Rückgangs insgesamt zufrieden sein, sagte Geschäftsführer Claus.

Starke Zahlen auf den Skandinavien-Fähren

Die norwegische Color Line zählte auf der Route Kiel-Oslo wieder mehr als eine Million Passagiere, verpasste aber das Top-Ergebnis des Vorjahres um rund sechs Prozent. Dies lag auch an den langen Werftzeiten aufgrund der neuen Umweltauflagen. Von den notwendigen Umrüstarbeiten war auch die schwedische Stena Line betroffen. Stena konnte trotzdem auf der Linie Kiel-Göteborg um zwei Prozent auf 386.000 Passagiere zulegen. Zu dem Plus trugen auch Flüchtlinge bei, die seit September verstärkt auf der Strecke unterwegs waren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 26.01.2016 | 13:00 Uhr