Stand: 10.01.2016 10:29 Uhr

Containerschiff havariert auf Nord-Ostsee-Kanal

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Das havarierte Containerschiff "Sonderborg Strait" wurde noch in der Nacht nach Brunsbüttel geschleppt.

Zwei Havarien innerhalb von zwei Tagen: Der Nord-Ostsee-Kanal ist auf Höhe Westerrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) am Samstagabend erneut für mehrere Stunden voll gesperrt worden. Wie die Wasserschutzpolizei in Kiel NDR.de am Abend mitteilte, wurde die Sperrung gegen 21.30 Uhr wieder aufgehoben. Das Containerschiff "Sonderborg Strait" war wegen eines Maschinenausfalls am späten Nachmittag in die Böschung gelaufen und manövrierunfähig liegen geblieben.

Schiff wurde nach Brunsbüttel geschleppt

In Rendsburg gibt es keine Schlepper, die groß genug für die "Sonderburg Strait" sind, daher forderte die Verkehrszentrale zwei Schiffe aus Brunsbüttel an. Sie schleppten den 158 Meter langen Frachter noch am Abend nach Brunsbüttel. Die in Antigua und Barbuda registrierte "Sonderborg Strait" war auf dem Weg von Helsinki nach Rotterdam. Die Wasserschutzpolizei ermittelt.

Schwebefähre schwer beschädigt

Erst Freitag früh hatte es wenige Hundert Meter entfernt eine Kollision der historischen Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachtschiff gegeben. Der Kanal und die Hochbrücke mussten daraufhin stundenlang für den Schiffs- beziehungsweise Zugverkehr gesperrt werden. Die Schwebefähre ist schwer beschädigt und fällt vorerst aus. Das Wasser- und Schifffahrtsamt prüft, ob das Fahrzeug zu retten ist.

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