Stand: 05.01.2017 18:28 Uhr

Brunsbütteler Firma investiert 5 Millionen Euro

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Mit der Power-to-Gas-Technologie kann überschüssiger Windstrom gespeichert werden.

Die Planungsgesellschaft Wind-to-Gas in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) hat vom Bundeswirtschaftsministerium einen Förderbescheid für ein millionenschweres Strom-Speicher-Projekt bekommen. Nach Angaben von Prokurist Tim Brandt wird das Unternehmen voraussichtlich noch im Januar den Bauantrag für die Anlage einreichen. Noch in diesem Jahr soll der Bau beginnen. Wind-to-Gas will mit überschüssigem Strom von Windkraftanlagen Wasserstoff herstellen und diesen ins Erdgasnetz einspeisen. So wird er gespeichert und kann später zum Beispiel als Treibstoff für Motoren und Turbinen genutzt werden.

Technologie ist noch nicht wirtschaftlich

"Der Netzausbau hinkt hinterher, sodass momentan der Strom abgeregelt werden muss, wenn zuviel Wind herrscht. Mit der Power-to-Gas-Technologie muss man nicht abschalten. Der Überschuss wird in alternative Energieträger umgewandelt," sagt Tim Brandt von Wind-to-Gas. Ohne staatliche Hilfen rechnet sich so eine Anlage laut Brandt bislang aber nicht. "Solange sich nichts daran ändert, dass wir Abgaben und Umlagen zahlen müssen, werden wir die Technologie niemals zu einem Punkt bekommen, an der sie in der Masse wirtschaftlich einsetzbar sein wird."

Bund beteiligt sich an den Kosten

An den Kosten des Brunsbütteler Projekts in Höhe von fünf Millionen Euro, beteiligt sich der Bund mit einer Förderung von zwei Millionen Euro. Jetzt will Wind-to-Gas erst einmal technische Erfahrungen sammeln, bis aus Sicht des Unternehmens die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland stimmen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 05.01.2017 | 17:00 Uhr

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