Stand: 31.01.2014 13:36 Uhr

Brunsbüttel: Hängepartie um "Siderfly" endet

Nach drei Monaten wird der Brunsbütteler Hafen sein Sorgenkind endlich los. Der Ende Oktober im Nord-Ostsee-Kanal havarierte Frachter "Siderfly" ist von der dänischen Firma Fornaes gekauft worden. Die will nun versuchen, das nicht mehr seetüchtige Schiff noch zu Geld zu machen. Fornaes gilt als Europas größter Abwracker für Schiffe aller Art. Die "Siderfly" hatte nach dem Zusammenstoß mit einem Gastanker neun Tage lang den Verkehr auf dem Kanal lahmgelegt. Als schließlich die Bergung gelang, zogen Schlepper das Schiff in den Brunsbütteler Binnenhafen. Seitdemblockiert der Düngemittelfrachter dort einen Liegeplatz, weil die Reederei ihn nicht reparieren lassen wollte und sich lange Zeit kein Käufer fand.

Die Leidensgeschichte der "Siderfly"

Route für Schlepptransport nach Dänemark unklar

Fornaes will die "Siderfly" kommende Woche nach Grenaa an der dänischen Ostseeküste bringen. Hier soll das Schiff auf einer Werft ausgeschlachtet werden. Auf welcher Route der Havarist nach Grenaa geschleppt wird, steht noch nicht fest. Naheliegend ist der Weg durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel und dann auf dem Seeweg weiter bis zur Werft. Die notwendigen Zertifikate für diesen Transport lägen nun vor, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Ein Sachverständiger habe grünes Licht gegeben. Nach Informationen von NDR 1 Welle Nord denkt Fornaes aber auch über die Variante eines Transports um das Skagerrak nach.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.01.2014 | 18:00 Uhr