Stand: 12.03.2016 16:33 Uhr

Anti-AKW-Demonstranten fordern Sofortausstieg

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500 Menschen haben in Kiel den sofortigen Atomausstieg gefordert.

Bunt und laut - so haben zahlreiche Gruppen am Sonnabend in Kiel gegen die Atomkraftnutzung in Deutschland protestiert. Anlass war der fünfte Jahrestag des Unglücks im Kernkraftwerk im japanischen Fukushima am Freitag. Insgesamt 500 Menschen beteiligten sich nach Angaben von Polizei und Organisatoren an der Demonstration. Es seien noch immer bundesweit acht Atomkraftwerke am Netz, darunter das in Brokdorf, so der BUND-Landesgeschäftsführer Ole Eggers. Die sollten alle sofort stillgelegt werden, fordert er.

Demonstranten fordern konsequentere Energiewende

Insgesamt hatten fast ein Dutzend Verbände und Organisationen zur Demonstration aufgerufen. Die Atomkraftgegner kamen von der Westküste, aus Flensburg, Lübeck oder Hamburg: Die Anlagen zur Urananreicherung und Brennelementefertigung seien vom Atomausstieg ausgenommen worden, kritisieren die Demonstranten. Sie fordern den Entzug der Betriebserlaubnis. Außerdem müsse die Umstellung auf erneuerbare Energie konsequenter verfolgt werden.

"Besser 500 Leute als keine Demo"

Nach einem kleinen Marsch durchs Zentrum endete die Protestaktion nach drei Stunden in der Kieler Innenstadt. Er sei nicht ganz zufrieden mit der Beteiligung an dem Protestmarsch, sagte Organisator Gottfried Müller von der Bürgerinitiative Kiel gegen Atomanlagen dem Schleswig-Holstein Magazin. "Aber besser 500 Leute, als keine Demonstration zu dem Thema."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.03.2016 | 17:00 Uhr