Stand: 25.08.2017 19:49 Uhr

Startschuss für sechsspurigen Ausbau der A 1

Die Autobahn 1 von Fehmarn bis ins Saarland ist eine der längsten Autobahnen in Deutschland. Aber wahrscheinlich nicht gerade eine der beliebtesten, denn an vielen Stellen häufen sich Unfälle und Staus. Deshalb wird die A 1 nach und nach sechsspurig ausgebaut - jetzt ist der 30 Kilometer lange Abschnitt zwischen Lohne im Landkreis Vechta und Bramsche im Landkreis Osnabrück dran. Vertreter des Bundes und des Landes Niedersachsen haben am Freitag den Startschuss für den Ausbau gegeben.

Das Ziel: weniger Staus und Unfälle

Damit werde auch das letzte Teilstück der A 1 zwischen dem Kreuz Lotte/Osnabrück und dem Autobahndreieck Ahlhorner Heide von vier auf sechs Spuren ausgebaut, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD): "Ein gefährliches Nadelöhr verschwindet." Angesichts des zunehmenden Verkehrs und der Unfallzahlen sei der Ausbau "ein ganz entscheidendes Signal". Zuerst werden jetzt ein Lärmschutzwall sowie eine kurze Lärmschutzwand gebaut. Die Arbeiten an der Fahrbahn sollen im Sommer 2018 beginnen. Bis Mitte 2022 sollen sie abgeschlossen sein.

"Nach der Baustelle ist es deutlich besser als vorher"

Profitieren werden unter anderem die anliegenden Landkreise. "Die A 1 ist unsere Lebensader", so Vechtas Landrat Herbert Winkel (CDU). "Deswegen brauchen wir dringend den sechsspurigen Ausbau." Zunächst einmal werden die Arbeiten natürlich noch mehr Staus zur Folge haben. Aber diese Verkehrsbehinderungen dienten ja sozusagen einem guten Zweck, sagte Minister Lies: "Ich kann immer nur sagen, die Baustelle ist ein gutes Signal, denn nach der Baustelle ist es deutlich besser als vorher."

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Betrieb bleibt in öffentlicher Hand

Die insgesamt 214 Millionen Euro für das Projekt kommen vom Bund. Realisiert wird der Ausbau in Zusammenarbeit zwischen Bund und Industrie, also als sogenannte öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP), ähnlich wie im Abschnitt zwischen Bremen und Hamburg. Doch dort ist ein Privatunternehmen auch Betreiber, was jetzt zu Problemen führt, da die Betreibergesellschaft offenbar vor der Pleite steht. In Lohne läuft es anders: Hier übernimmt die örtliche Straßenverwaltung den Betrieb.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 25.08.2017 | 18:00 Uhr

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