Stand: 22.01.2016 16:27 Uhr

Schützenfest: Wettrup liebt es ungewöhnlich

Schützenfest feiern die Niedersachsen traditionell im Frühjahr oder Sommer. Nicht so in Wettrup im Landkreis Emsland: Bei Minusgraden und Schnee hat dort am Freitag das Scheibenschießen stattgefunden. Damit ist das Schützenfest nach Angaben der Veranstalter das erste im Jahr in ganz Deutschland. Seit mehr als 300 Jahren feiert die kleine Gemeinde zwischen Fürstenau und Haselünne dieses Fest im Winter. Diese Tradition ist daraus entstanden, weil die Dorfbewohner einst im Sommer in den Niederlanden arbeiteten.

Schützenumzug: Pauke und Korn gegen die Kälte

Mit drei Hosen und fünf Oberteilen

Alle Beteiligten waren auf die eisigen Temperaturen eingestellt. Auf schneebedeckter Weide schossen die Schützen auf die Scheiben. "Ich habe drei Hosen und fünf Oberteile an", sagte Andreas Penningbernd, der als sogenannter Pajaz fungierte und die Schüsse auswertete. Die Wettruper Frauen schenkten beim Umzug Schnaps zum Aufwärmen aus - und wollten beim abendlichen Festball selbstredend auf eine sommerliche Garderobe verzichten. Das winterliche Schützenfest endet am Sonnabend mit einem Grünkohlessen - wenigstens das passt in die Jahreszeit.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 22.01.2016 | 17:00 Uhr