Stand: 21.09.2017 17:05 Uhr

Römische Wallanlage bei Kalkriese gefunden

Bei Ausgrabungen im Museumspark Kalkriese in Bramsche (Landkreis Osnabrück) haben Forscher die Überreste einer römischen Befestigungsanlage entdeckt. Dies bestätigt die Wissenschaftler in ihrer Annahme, dass die Varusschlacht, benannt nach dem römischen Feldherren Varus, in Kalkriese stattgefunden haben muss. Im Jahr neun nach Christus sollen in der Schlacht im Teutoburger Wald die Römer gegen Germanen gekämpft, und dabei eine herbe Niederlage eingesteckt haben.

"Römer haben sich hier verschanzt"

"Wahrscheinlich haben sich die Römer im Verlauf der Schlacht hier verschanzt. Der unregelmäßige Verlauf spricht dafür, dass die römischen Soldaten das in großer Eile und Bedrängnis getan haben dürften", so der wissenschaftliche Leiter der Forschungsarbeiten, Salvatore Ortisi. Die neuen Erkenntnisse ermöglichten es, den Verlauf der Schlacht besser nachzuvollziehen, so Ortisi.

Römische Befestigungsanlage entdeckt

Schutz für 3.000 Männer

Aufgrund ihrer Größe gehen die Archäologen davon aus, dass die Befestigungsanlage bis zu 3.000 Männern Schutz bot. Darüber hinaus gäben zahlreiche Spuren Hinweise darauf, dass nahe Kalkriese Kämpfe stattgefunden hätten.

Römer hinterlassen Tausende Spuren

Als erwiesen gilt, dass bei Kalkriese tatsächlich ein historisches Schlachtfeld war. Nach Angaben der Forscher wurden hier bereits Tausende Spuren einer römischen Armee gefunden. Strittig bleibt jedoch, ob es tatsächlich der römische Feldherr Varus war, der hier mit seinen Legionen den Germanen unterlag.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 21.09.2017 | 15:30 Uhr

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