Stand: 07.12.2015 14:01 Uhr

Penisring-Pannen halten Feuerwehr in Atem

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Mit einem solchen Trennschleifer musste einer der Intim-Ringe entfernt werden. (Themenbild)

Wenn Menschen in missliche oder gar lebensbedrohliche Lage geraten, ist bekanntlich die Feuerwehr zur Stelle. Selbst Katzen holen die Einsatzkräfte von Bäumen - oder zu eng gewordene Ringe von Fingern. Bei einem solchen Problem musste die Feuerwehr in Osnabrück am Wochenende aushelfen. Nur saß der zu eng gewordene Ring nicht an einem Finger: In der Notaufnahme eines Krankenhauses erwartete sie ein Mann, der große Not litt, weil sich sein Intim-Ring nicht mehr abnehmen ließ.

"Da sollte der Trennschleifer nicht abrutschen"

Dort erwartete die Feuerwehrleute laut Sprecher Jan Südmersen eine "sehr intensive Operation". Denn so einfach war die Entfernung des Intim-Ringes nicht. Zum einen, weil das "massive Material" - Edelstahl - mit einem Trennschleifer bearbeitet werden musste. Zum anderen ob des empfindlichen Arbeitsbereichs: "Da sollte der Trennschleifer nicht abrutschen", erklärte Südmersen gegenüber dem NDR. "Wir müssen das umliegende Gewebe und Körperteile schützen. Das machen wir üblicherweise mit kleinen Metallschildern, etwa aus plattgedrückten Löffeln oder Kuchenhebern, die wir dann dazwischen stecken." Parallel müsse der Bereich mit einem Gel und einer Infusionslösung gekühlt werden, weil bei der Arbeit mit dem Trennschleifer Hitze entsteht. Das Unterfangen gelang, der Patient wurde befreit. Doch keine 24 Stunden später wird die Osnabrücker Feuerwehr zu einem irritierend ähnlichen Fall gerufen. Wieder kann ein Mann einen Ring nicht mehr eigenhändig entfernen - und wieder sitzt er nicht am Finger des Patienten.

Arzt schimpft mit Wiederholungstäter

"Wir haben das in den letzten zehn Jahren gar nicht gehabt - und jetzt zweimal innerhalb von 24 Stunden", so Südmersen. "Da fragt man sich schon, ob man in einer Zeitschleife feststeckt." Auch der zweite experimentierfreudige Patient sei "nicht besonders froh in seiner Situation" gewesen. Vielleicht, weil er in den letzten fünf Jahren bereits dreimal in diese Lage geraten war, wie die Einsatzkräfte später erfuhren. Der Arzt habe hinterher gar ein wenig geschimpft mit dem Wiederholungstäter. Immerhin gestaltete sich der Einsatz weniger aufwendig als der vorhergehende: Weil der Ring aus Gelbgold bestand, ließ er sich mit einer einfachen Ringsäge entfernen.

Häme im Internet

Langfristigen Schaden hat keiner der Patienten genommen, sagt Südmersen. Lediglich das Ego der Männer könne ein wenig angekratzt sein. Die Einsatzkräfte verkniffen sich bei einem solchen Einsatz nach eigenen Angaben jeglichen Spruch, so der Feuerwehrsprecher, "schließlich ist es den Männern sicherlich peinlich genug." Doch nachdem die Feuerwehr Osnabrück über den ungewöhnlichen Einsatz auf Facebook berichtete, erregte das Thema durchaus die Gemüter:

  • Facebook-Kommentare zum Posting der Feuerwehr Osnabrück


    Helmut Gruber

    "Richtige Männer verwenden sowieso Dichtungsringe aus dem Werkzeugkasten."

  • Facebook-Kommentare zum Posting der Feuerwehr Osnabrück


    Marcel Schnelle

    "Die Feuerwehr kann halt alles."

  • Facebook-Kommentare zum Posting der Feuerwehr Osnabrück


    Christian Schürmann

    "Da habt ihr sicher alle Hände voll zu tun gehabt."

  • Facebook-Kommentare zum Posting der Feuerwehr Osnabrück


    Lloyd Rees

    "Hahaha! Reading and translating that to English was hilarious! Poor patient though."

  • Facebook-Kommentare zum Posting der Feuerwehr Osnabrück


    Dieter Stockhoff

    "Deshalb musste früher ja auch jeder Feuerwehrmann einen Handwerksberuf erlernt haben, wegen der technischen Hilfeleistung."

  • Facebook-Kommentare zum Posting der Feuerwehr Osnabrück


    Knut Rasmussen

    "Mit einem echten Bullen-Nasenring wäre so etwas nicht passiert ..." ^^

  • Facebook-Kommentare zum Posting der Feuerwehr Osnabrück


    Udo Schwarz

    "Fotodokumentation zu Schulungszwecken?"

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Dieses Thema im Programm:

Regional Osnabrück | 07.12.2015 | 17:00 Uhr