Stand: 18.06.2017 09:05 Uhr

Osnabrücker Museen kämpfen für Uni-Institut

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Auch das Felix-Nussbaum-Haus beteiligt sich an dem Aktionstag.

Mit einem Aktionstag protestieren heute zahlreiche Kulturschaffende gegen die geplante Schließung des Instituts für Kunstgeschichte an der Universität Osnabrück. 17 Museen und Kulturinstitutionen beteiligen sich an der zwölfstündigen Aktion. Bis 22 Uhr bieten angehende Kunsthistoriker in der ganzen Stadt kostenlose Veranstaltungen an - unter anderem Stadtrundgänge auf den Spuren des Malers Felix Nussbaum, Erklärungen von Kunstwerken in den Museen und  ein Theaterstück im Kunstraum Hase 29.

Impulsgeber für Kulturlandschaft

Die Kunsthistoriker wollen zeigen, wie wichtig das Institut für Kunstgeschichte für die Kulturlandschaft in Stadt und Region ist. "Ohne das Fach würden wichtige Impulse für Museen, Galerien und andere Kulturinstitutionen wegfallen", sagte der Direktor des Osnabrücker Diözesanmuseums, Hermann Queckenstedt, NDR 1 Niedersachsen. Die Osnabrücker Museumslandschaft profitiere von wissenschaftlichem Nachwuchs, der regionale Kunst erforscht oder auch Kunstwerke dem Publikum museumspädagogisch nahebringt.

Schließung noch nicht endgültig

Noch steht nicht endgültig fest, ob das Institut geschlossen wird. Die Chancen, dass es doch an der Universität bleiben darf, stehen laut Institutsleiter Klaus Niehr bei 50 Prozent. Der Aktionstag sei ein wichtiger Teil der Verteidigungsstrategie, sagte er.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.06.2017 | 09:00 Uhr