Stand: 30.03.2016 13:32 Uhr

Mann gesteht tödliche Schüsse im Supermarkt

Vor dem Osnabrücker Landgericht hat ein 39-jähriger Mann aus Bramsche (Landkreis Osnabrück) am Mittwoch gestanden, in einem Supermarkt einen anderen Mann erschossen zu haben. Dies sei aber nicht geplant gewesen, sagte er beim Prozessauftakt. Der Angeklagte gab vor Gericht an, dass er sich vom Opfer bedroht gefühlt und in einer Art Notwehr gehandelt habe. Das Opfer habe ihn in der Vergangenheit bedroht. Nach den Schüssen habe er einen Filmriss gehabt und sich später bei der Polizei gestellt.

Mord aus persönlicher Feindschaft?

Für die Staatsanwaltschaft gestaltet sich der Fall ein wenig anders. Sie wirft dem 39-Jährigen vor, den Mann aus persönlicher Feindschaft erschossen zu haben. Demnach soll er im Oktober vergangenen Jahres in dem Lebensmittelmarkt an der Iburger Straße aus nächster Nähe auf sein Opfer geschossen haben. Drei Schüsse soll er auf den 45-Jährigen abgefeuert haben, als dieser mit seiner Frau beim Einkaufen war. Als der Mann am Boden lag, soll der Angeklagte auf ihn zugegangen und erneut dreimal auf ihn geschossen haben. Zwei Schüsse trafen das Opfer am Kopf, einer ins Herz.

Kurz nach der Tat stellte sich der Schütze der Polizei. Für den Prozess am Osnabrücker Landgericht sind bis Ende Mai sieben Verhandlungstage angesetzt.

Supermarkt wird Schauplatz für tödliche Schießerei

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.03.2016 | 08:00 Uhr