Stand: 09.11.2016 17:29 Uhr

Kein extra Grundwasser für Wiesenhof-Neubau

Das Geflügelunternehmen Wiesenhof darf für seinen neuen Schlachthof in Lohne (Landkreis Vechta) kein zusätzliches Grundwasser entnehmen. Das haben am Mittwoch die Richter am Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entschieden. Damit hoben sie eine entsprechende Genehmigung des Landkreises auf.

Verträglichkeitsprüfung wies Mängel auf

Die Klage gegen Wiesenhof hatte der Naturschutzbund NABU eingereicht. Wiesenhof wollte jährlich bis zu 800.000 Kubikmeter Wasser aus dem Boden entnehmen. Die Naturschützer befürchteten dadurch die Gefährdung zweier Moorgebiete in der Region. Nach einer nur eineinhalbstündigen Sitzung entschied das Gericht am Mittwoch, dass die gesetzlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung für die Wasserentnahme nicht ausreichend dokumentiert sei. Das allein führte zu einer Aufhebung der Nutzungserlaubnis.

Folgen für den Neubau unklar

Wiesenhof will in Lohne den an Ostern abgebrannten Schlachthof wieder aufbauen. Welche Folgen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts für die Bauplanung hat, ist unklar. Für eine Aufstockung der Grundwassernutzung muss das Unternehmen jetzt einen neuen Antrag stellen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 09.11.2016 | 17:00 Uhr