Stand: 21.01.2016 17:51 Uhr

Kalkriese startet ins Jahr der Piraten

Im Rahmen der Sonderausstellung "Gefahr auf See - Piraten in der Antike" werden auch Unterwasserfunde aus der Bergung antiker Schiffwracks gezeigt.

Eine Reise in die Welt der Seeräuber: Das Thema "Piraten" bestimmt in diesem Jahr das Programm im Museum und Park Kalkriese bei Bramsche (Landkreis Osnabrück). Wie bei der Jahrespressekonferenz bekannt gegeben wurde, wird hier vom 23. April bis zum 3. Oktober 2016 die Sonderausstellung "Gefahr auf See - Piraten in der Antike" zu sehen sein. "Der Seehandel über das Mittelmeer war zentral für die Entwicklung der antiken Welt", so Geschäftsführer Joseph Rottmann. "Und von Beginn an wurde dieser Handel auch immer wieder von Seeräuberei begleitet." Dieses Jahr werden verschiedene Vorträge zur Geschichte der Piraterie angeboten und Unterwasserfunde aus der Bergung antiker Schiffwracks gezeigt. Passend zur Ausstellung steht auch das Oster-Leuchten in Kalkriese am 27. März unter dem Titel "Die Piraten kommen". Dabei sollen auf eine 100 Meter lange Fläche Bilder projiziert werden, und auch Musik und Feuerwerk werden auf das Thema abgestimmt sein.

Sondierungsgrabungen rund um den Oberesch

Außerdem soll in diesem Jahr die archäologische Erforschung der Varusschlacht weitere Impulse erhalten. So sollen im Sommer rund um den Oberesch mehrere Monate lang Sondierungsgrabungen stattfinden. Sie sollen zunächst noch offene Fragen zum Verlauf der Kämpfe am Oberesch klären. Ziel der archäologischen Forschungen ist, in den nächsten Jahren weitere Erkenntnisse zur römisch-germanischen "Konfliktlandschaft" zwischen Ems und Weser zu gewinnen. "Die Neufunde römischer Lager wie Barkhausen an der Porta Westfalica oder zuletzt in Wilkenburg haben gezeigt, dass die römische Militärpräsenz zwischen Ems und Weser deutlich intensiver gewesen sein muss, als bisher angenommen", so Salvatore Ortisi, wissenschaftlicher Projektleiter der Grabungen in Kalkriese.

Über 82.000 Besucher im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hatte das Museum eine große Sonderausstellung zum Feldherrn Germanicus gezeigt. Mit über 82.000 Besuchern sei es das besucherstärkste Jahr seit der großen Jubiläumsausstellung 2009 gewesen, so Geschäftsführer Rottmann. Das Museum hatte sich dabei zum ersten Mal ein Thema gemeinsam mit dem Theater Osnabrück gewählt. Während im Sommer im Museum und Park Kalkriese die Sonderausstellung "Ich Germanicus! Feldherr, Priester, Superstar" startete, kam zeitgleich die Telemann-Oper "Germanicus" auf die Bühne.

Hintergrund
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.01.2016 | 13:00 Uhr