Stand: 04.02.2016 19:49 Uhr

Hagen ist nicht gleich Hagen

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Statt in Hagen am Teutoburger Wald landet ein Lkw-Fahrer in einen unpassierbaren Waldstück in Nordrhein-Westfalen.

Es gibt immer wieder Geschichten von Menschen, die mathematischen Algorithmen mehr Glauben schenken als guten alten Straßenkarten. Solch blindes Vertrauen hat sich hin und wieder schon gerächt und die von einem Navi vorgeschlagene Route endete geradewegs in einem Fluss. Offenbar sind solche Geschichten gewissermaßen die Kollateralschäden im modernen Straßenverkehr. Abschreckend scheinen sie jedenfalls nicht zu sein. Täglich steigen Millionen von Autofahrern in Deutschland in ihr Fahrzeug, geben den Zielort ein und landen im Idealfall nach einer gewissen Fahrtzeit auch am selbigem. Ähnliches muss sich auch ein Lkw-Fahrer gedacht haben. Zielort eingeben, losfahren, ankommen und fertig.

Hagen oder Hagen?

Dumm nur, dass es Orte in Deutschland gibt, die den gleichen Namen tragen und damit nahm das Unheil im Fall des Lkw-Fahrers seinen Lauf: Als Zielort gab er Hagen ein. Das Navi berechnete die Route und der Lkw-Fahrer fuhr im Vertrauen auf die technischen Fähigkeiten der satellitengestützten Wegweisung los.

Im Wald geht schließlich nichts mehr

Warnschilder am Wegesrand ignorierte der Fahrer offenbar komplett, denn nicht anders ist zu erklären, dass er einen schmaler werdenden Anstieg trotzdem befuhr - mit schlimmen Folgen. Mitten in einem Waldstück ging irgendwann nichts mehr. Mit aufgeschlitztem Tank war er sozusagen mitten im Nirgendwo gelandet. Denn statt nach Hagen am Teutoburger Wald hatte das Navi eine Fahrt ins nordrhein-westfälische Hagen am Rande des Sauerlandes vorgeschlagen und wohl die schnellste Route dorthin berechnet - ohne Rücksicht auf gewisse Einschränkungen - wie für Lkw unpassierbare Waldwege.