Stand: 19.02.2016 17:53 Uhr

Giraffe "Edgar" im Osnabrücker Zoo hat Arthrose

von Josephine Lütke

Giraffe "Edgar" aus dem Osnabrücker Zoo ist 17 Jahre alt und damit schon sehr betagt für eine Giraffe. Doch mittlerweile geht es ihm nicht mehr ganz so gut - "Edgar" hat Arthrose. Mit seinen 5,40 Metern und 1,2 Tonnen Gewicht ist der Bulle die größte Giraffe Europas. Seine Größe und das Gewicht haben "Edgars" Gelenken zugesetzt. Das sei durchaus normal bei solch großen Tieren, sagt Zoodirektor und Tierarzt Michael Böer. Auch Elefanten, Nashörner oder große Kamele leiden im hohen Alter gelegentlich unter Arthrose. Im Zoo komme es zudem häufiger zu solchen Erkrankungen, da die Tiere älter würden als in Freiheit.

Krankheit schwer zu erkennen

Seit etwa einem Jahr ist die Giraffe krank. Doch es sei nicht einfach gewesen, das zu erkennen, so Böer. Wildtiere ließen sich ihre Schmerzen kaum anmerken. In der Natur dürften sie das auch nicht. Erkenne zum Beispiel ein Löwe, dass eine Giraffe schwach ist, wäre sie eine leichte Beute, so Böer. Schließlich hätten Tierpfleger und Tierärzte aber gehört, dass es in "Edgars" Gelenken knackt. Außerdem sei er nicht mehr so agil gewesen, sagt Böer. Bei Arthrose schwindet die schützende Knorpelschicht zwischen Gelenkpfanne und Gelenkkopf. Folge: Die Knochen reiben aufeinander.

Europas größte Giraffe eingeschläfert

Lebensabend im Zoo

"'Edgar' ist ein ganz wichtiges Zootier für uns", sagt Zoodirektor Böer. Der Bulle sei bereits 15-facher Vater und mindestens sechsfacher Großvater. Mit eineinhalb Jahren kam das Tier in den Osnabrücker Zoo und lebt somit fast sein ganzes Leben hier. Er sei besonders lieb und nie aggressiv gewesen, sagt Tierpflegerin Stephanie Batz. Nun soll der Bulle also auch seinen Lebensabend hier verbringen. Medikamente und Wärme sollen helfen, die Beschwerden zu lindern.