Stand: 20.07.2017 11:02 Uhr

Flüchtling ertrinkt in Lohner Badesee

Ein 19-jähriger Flüchtling aus Eritrea ist am Mittwoch nach einem Badeunfall in Lohne (Grafschaft Bentheim) gestorben. Die Polizei teilte mit, dass der Mann im Schwimmerbereich eines Freizeitsees untergegangen ist. Er konnte zwar von Rettungskräften gefunden werden, sei aber am Mittwochabend in einem Krankenhaus gestorben. Nach ersten Ermittlungen befand sich der Mann mit acht Freunden an dem See. Er hielt sich zunächst in Sichtweite seiner Freunde im Nichtschwimmerbereich auf. Obwohl er nach Angaben der Begleiter Nichtschwimmer war, überschritt er die Trennlinie zum Schwimmerbereich und ging dort nach Zeugenangaben unvermittelt unter.

Polizei schließt Fremdverschulden aus

Etwa 30 Minuten nach der Alarmierung wurde der junge Mann gefunden. Nach derzeitigem Stand schließt die Polizei ein Fremdverschulden als Unglücksursache aus und geht von einem tragischen Badeunfall aus. Die Freunde des Verunglückten wurden von einem Notfallseelsorger betreut. Erst am Dienstag war im Alfsee bei Bramsche im Landkreis Osnabrück ein 18 Jahre alter Mann ertrunken. Die Umstände seines Ertrinkens müssen noch ermittelt werden. Die Polizei geht auch hier von einem Badeunfall aus. Der 18-Jährige soll einem Zeitungsbericht zufolge mit einer Reisegruppe aus Bremen auf einem Tretboot unterwegs gewesen sein.

64 Flüchtlinge 2016 in Deutschland ertrunken

Anfang Juni war im Vechtesee in der Nordhorner Innenstadt ein 24-jähriger Asylbewerber untergegangen und später tot aufgefunden worden. Der Afghane war mit einem Bekannten ins Wasser gegangen und plötzlich verschwunden. Sofort seien der Polizei zufolge Suchmaßnahmen eingeleitet worden - zunächst erfolglos. Erst Tage später fanden Taucher den Leichnam. 2016 ertranken in Deutschland 64 Flüchtlinge. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) können viele Zuwanderer nicht schwimmen, auch weil es in vielen Kulturkreisen nicht zur Freizeitgestaltung gehört.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 20.07.2017 | 10:30 Uhr

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