Stand: 09.01.2016 11:16 Uhr

Das große Zählen im Zoo Osnabrück

von Kora Blanken

Am Ende eines jeden Jahres beginnt im Osnabrücker Zoo das große Zählen - ob in der Vogelvoliere, im Affenhaus oder vor dem Aquarium. Möglichst jeder Vogel, jeder Fisch und sogar alle Garnelen sollen nach der Inventur in der Tierbestandsliste auftauchen.

Tierische Inventur in Osnabrück

Fast 300 Arten leben im Zoo Osnabrück

Die Inventur sei für den Zoo selbst wichtig, damit er genau wisse, welche Tiere dort gepflegt werden, sagt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Aber der Zoo ist auch verpflichtet, die Bestandszahlen an Behörden zu melden. In diesem Jahr sind das 3.627 Tiere aus 295 Arten. Dabei leben fast ein Drittel aller Individuen des Zoos im Aquarium. Allein 150 Neon-Fische hat Aquarium-Revierleiter Stefan Bramkamp in diesem Jahr gezählt.

Nachwuchs bei bedrohter Affenart

Am vielfältigsten hingegen sind die Säugetiere im Osnabrücker Zoo vertreten. 86 Arten leben dort - von Elefanten über Seehunde bis hin zu Weißscheitelmangaben. Die stark bedrohte Affenart hat in diesem Jahr sogar zwei Mal Nachwuchs bekommen. Damit reicht sie aber nicht an die Wasserschweine heran. Dort sind 2015 elf Jungtiere zur Welt gekommen.

Eine Schlange wird mit einem Messband gemessen. © NDR Fotograf: Kora Blanken

Alle bitte antreten!

Jeden Januar heißt es im Zoo Osnabrück: Angetreten zur Inventur! Jetzt wird durchgezählt, gemessen und gewogen. Bei manchen Tieren ist das Zählen leicht, bei anderen schwierig.

0 bei 0 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

"Klausi" ist neuer Mitbewohner

Der Zoo hat im vergangenen Jahr auch einige neue Mitbewohner aufgenommen, wie etwa Schopfhirsch "Klausi". Er lebt nun bei den Kleinen Pandas in der asiatischen Tierwelt "Angkor Wat" und soll mit einer Partnerin bald für Nachwuchs sorgen. Auch Pfeilgiftfrösche, Rote Feuerfische und ein Polarfuchs sind nach Osnabrück gezogen. "In einem zoologischen Garten gibt es immer wieder Veränderungen", so Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Es würden nicht nur Jungtiere geboren, sondern auch neue Zuchtgruppen zur Arterhaltung zusammengestellt und einzelne Tiere ausgetauscht, um Inzucht zu vermeiden.

Weitere Informationen

Projekt Arterhaltung: Drille sollen's (voran)treiben

In freier Wildbahn gibt es nur noch etwa 2.500 Drille - nun leben im Zoo Osnabrück im Rahmen eines Zuchtprogramms gleich sieben der Primaten. Sie sollen sich fleißig vermehren. (12.12.2015) mehr

Schildkröten-Schach? Nein: Inventur per Planquadrat!

In der Lüneburger Heide steht die Welt für die Tiere im Wildpark Nindorf Kopf. Im Januar heißt es stillhalten und sich vermessen lassen. Für die Inventur werden einige Tricks angewandt. (06.01.2016) mehr