Stand: 24.08.2017 14:25 Uhr

Busunfall Bohmte: Frau weiter in Lebensgefahr

Am Tag nach dem Busunfall bei Bohmte im Landkreis Osnabrück ist noch immer unklar, ob eine Insassin das Unglück überleben wird. Nach Angaben der Polizei hat sich der Gesundheitszustand der Erntehelferin aber leicht gebessert. Insgesamt waren am Mittwoch 37 Personen verletzt worden, 14 davon schwer. Zunächst war die Polizei nach einer vorläufigen Zählung von 44 Verletzten ausgegangen. Der Reisebus mit etwa 50 Erntehelferinnen aus Polen und Rumänien war an einem Kreisverkehr umgekippt.

Haben Bremsen versagt?

Die Ermittler halten einen technischen Defekt als Unfallursache für möglich. Die Bremsen des Busses könnten versagt haben. Klären soll das ein Sachverständiger, dessen Gutachten noch nicht vorliegt. Am Mittwochnachmittag wurde der Bus aufgerichtet und die Unfallstelle für den Verkehr wieder frei gegeben.

Erdbeerhof schickt Dolmetscher

Die Frauen arbeiten für einen Erdbeerproduzenten in Schwagstorf. Sie waren unterwegs von Bad Essen zum dortigen Hof Böckmann. Dessen Mitarbeiter hätten alle unter Schock gestanden, als sie die Nachricht erreichte, berichtete Betriebsleiter Heinz Böckmann. Die Erntehelferinnen arbeiten ihm zufolge zum Teil bereits seit 15 Jahren für seinen Betrieb. "Wenn wir wissen, wo die Mitarbeiter sind, werden wir sie in den Krankenhäusern besuchen", sagte der Landwirt am Mittwoch. Der Erdbeerhof habe auch Dolmetscher zur Unfallstelle geschickt. Die Verständigung mit den Businsassinnen hatte der Polizei nach dem Unglück große Probleme bereitet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.08.2017 | 14:30 Uhr

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