Stand: 11.01.2017 18:13 Uhr

Bewährungsstrafe für Schüsse auf Flüchtlinge

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In dieser Unterkunft lebten die Flüchtlinge, als auf das Gebäude geschossen wurde.

Ein halbes Jahr nach Schüssen auf Flüchtlinge in Lingen (Landkreis Emsland) ist der Schütze verurteilt worden. Er bekam vom Amtsgericht Lingen eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten ausgesprochen. Der inzwischen 22-Jährige hatte die Tat gestanden. Er hatte im Juni 2016 mit einem Luftgewehr auf eine Flüchtlingsunterkunft geschossen. Dabei trafen die Schüsse ein fünfjähriges Mädchen aus Mazedonien, seine Mutter und einen 18-jähriger Syrer. Sie erlitten Verletzungen an den Beinen. Die Bewährungsstrafe beinhaltet Auflagen - unter anderem sind dem Mann Waffen verboten.

Waffe in Wohnung gefunden

Der Verurteilte hatte die Tat aus seiner Wohnung heraus begangen. Zeugen hatten ihn gesehen, wie er aus einem Fenster im dritten Stock auf das benachbarte Flüchtlingsheim schoss. In seiner Wohnung konnte die Polizei die Tatwaffe sowie Munition sicherstellen. Zu der Verhandlung waren insgesamt 17 Zeugen geladen. Außerdem sagten ein waffentechnischer Sachverständiger sowie ein psychiatrischer Gutachter aus. Letzterer attestierte dem Schützen laut einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" eine Persönlichkeitsstörung. Er sei aber voll schuldfähig. Außerdem habe die Verteidigerin des Mannes angegeben, dass sich dieser nach der Tat in stationäre Behandlung begeben habe und inzwischen kurz vor Abschluss einer Ausbildung zum Rettungssanitäter stehe.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.01.2017 | 08:00 Uhr

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