Stand: 18.09.2017 14:45 Uhr

Wetterphänomen: Windhose in Weener gesichtet

Über Weener im Landkreis Leer hat sich am Sonntag eine Windhose gebildet, die sich in Richtung Boden streckte. Unklar ist, ob die Windhose diesen tatsächlich berührte. Augenzeugen filmten das Wetterphänomen mit ihren Handys. Demnach soll es mehrere Minuten gedauert haben, bis sich die Windhose wieder auflöste. Schäden entstanden keine.

Hohe Luftfeuchtigkeit, unterschiedliche warme Luftschichten

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) können Windhosen nur unter bestimmten Wetterbedingungen entstehen. Die wichtigsten Zutaten: warme, schwüle Luft, wie etwa bei einem Gewitter, die von einer anrückenden Kaltfront bedrängt wird, wenig Wind am Boden bei gleichzeitig starkem Wind in der Höhe. In den Gewitterwolken kann dann gebietsweise ein starker Unterdruck entstehen, in dem Luftfeuchtigkeit kondensiert. So entsteht aus der Wolke heraus ein Luftstrom, der als "Rüssel" sichtbar wird.

Tornado oder Windhose?

Die Begriffe "Tornado" und "Windhose" bezeichnen das gleiche Wetterphänomen. Nicht zu verwechseln sind sie allerdings mit "Tromben", Luftwirbeln, die nur sehr kurzfristig auftauchen, und unabhängig von vertikalen Luftströmungen sind.

Ab Mittwoch ändert sich das Wetter

Der Deutsche Wetterdienst erklärt das gehäufte Auftreten dieser Wetterphänomene in Ostfriesland damit, dass seit Tagen ähnliche Wetterbedingungen herrschten. Erst vor wenigen Tagen war eine Windhose über Ostfriesland gefegt. Glücklicherweise gab es offenbar keinen Bodenkontakt, sodass nach Angaben der Polizei auch in diesem Fall Schäden ausblieben. Damit soll aber schon bald Schluss sein. "Spätestens am Mittwoch wird es wieder ruhiger", so ein Sprecher des DWD gegenüber NDR.de.

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Hallo Niedersachsen | 18.09.2017 | 19:30 Uhr