Stand: 27.02.2017 21:50 Uhr

Weniger Öl und Kohle lassen Seehäfen schwächeln

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Der JWP in Wilhelmshaven ist der größte Seehafen Niedersachsens. (Archivbild)

In den neun großen niedersächsischen Seehäfen zwischen Stade und Papenburg sind 2016 weniger Waren und Güter umgeschlagen worden als im Vorjahr. Das Gesamtvolumen sank um neun Prozent auf 48,6 Millionen Tonnen, bilanzierte die Seaports of Niedersachsen am Montag in Oldenburg. Rückgänge haben es besonders im Bereich Massengut gegeben, etwa bei Rohöl, Kohle und Erzen. "Wir sind trotzdem zufrieden", sagte Geschäftsführerin Inke Onnen-Lübben. "Für 2017 gehen wir  von einem Umschlagsniveau im Seeverkehr wie 2016 aus."

Weniger Bedarf an Öl, dafür mehr aus Windenergie-Bereich

Den geringeren Absatz bei Massengütern führt Seaports of Niedersachsen auf den zurückgegangenen Rohstoffbedarf zurück. Kraftwerke und Produktionsanlagen, die von Niedersachsen aus beliefert werden, seien zeitweise wegen Revisionsarbeiten abgeschaltet gewesen. Eine positive Entwicklung verzeichneten die Häfen beim Stückgut-Umschlag mit einem Plus von drei Prozent. Die Waren: unter anderem Forstprodukte und Ladungen für den Bereich Windenergie. Davon hätten unter anderem Cuxhaven und Emden profitiert. Mit rund 1,8 Millionen Fahrzeugen seien zudem ähnlich viele Autos über die niedersächsischen Häfen verschifft worden wie im Jahr zuvor.

Ocean Alliance bringt neue Container

Unterdessen kündigte der JadeWeserPort am Montag an, ab April seinen Umschlag zu steigern. Der Reederei-Zusammenschluss Ocean Alliance werde Wilhelmshaven dann zunächst einmal wöchentlich über seinen Fernost-Nordeuropa-Liniendienst mit Containerschiffen mit einer Kapazität von mehr als 18.000 Standardcontainern anfahren. Durch die geplante Kooperation mit Maersk Line im Rahmen der 2M-Allianz werden zusätzlich die Reedereien Hamburg Süd und Hyundai Merchant Marine ihren Service um den JWP erweitern, hieß es weiter.

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