Stand: 26.05.2017 10:16 Uhr

Ver.di ruft zu Warnstreiks im Handel auf

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Ver.di fordert im Einzelhandel Lohnerhöhungen von sechs Prozent. (Archivbild)

Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte des Einzel-, Groß- und Außenhandels in Niedersachsen und Bremen im Rahmen der aktuellen Tarifrunde zu Warnstreiks aufgerufen. Wie Gewerkschaftssekretär David Matrai gegenüber NDR.de mitteilte, werden rund 1.500 Mitarbeiter von bis zu 40 Betrieben vorübergehend die Arbeit niederlegen. Schwerpunkte der Streiks seien in Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Oldenburg. Beteiligen werden sich unter anderem Mitarbeiter der Unternehmen H&M, Zara, Ikea, Primark, Galeria Kaufhof, Real und Edeka.

Sechs Prozent mehr Geld gefordert

Ver.di fordert für die Beschäftigten des Einzelhandels eine Lohnerhöhung von sechs Prozent sowie ein tarifliches Mindesteinkommen von 1.900 Euro im Monat. Der Tarifabschluss soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Die Arbeitgeber bieten bislang lediglich eine Erhöhung um anderthalb Prozent im ersten und einem weiteren Prozent im zweiten Jahr an. "Wir erwarten als Gesprächsgrundlage zumindest ein Angebot, dass die Reallöhne nicht sinken lässt", so Matrai. "Vor allem bei den unteren Einkommen müssen deutliche Lohnsteigerungen her, um Armutsrenten im Alter zu verhindern."

Nächste Verhandlungen am 2. Juni

Für den Groß- und Außenhandel liegt die Forderung der Gewerkschaft bei 5,7 Prozent in den nächsten zwölf Monaten. Außerdem soll es eine zusätzliche Lohnerhöhung für die unteren Einkommen geben. Ein Angebot der Arbeitgeber liegt hier laut ver.di bislang noch nicht vor. Die nächsten Verhandlungen für den Groß- und Außenhandel finden am 2. Juni in Hannover statt. Für den Einzelhandel wurde der 22. Juni vereinbart.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.05.2017 | 12:00 Uhr

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