Stand: 11.08.2017 08:46 Uhr

Vechta feiert den 719. Stoppelmarkt

Zuckerwatte, Karussells und jede Menge Bier: In Vechta hat am Donnerstag der 719. Stoppelmarkt eröffnet. Die Veranstaltung gehört zu den größten und traditionsreichsten Volksfesten in Niedersachsen. Bis Dienstag werden insgesamt rund 800.000 Besucher erwartet. Zum Auftakt zog ein großer Umzug mit rund 1.000 Teilnehmern von der Innenstadt zum Marktgelände.

De Maizière kommt als Ehrengast

Bereits am Mittwoch wurde beim sogenannten Stoppelmarkts-Heiligabend rund um das Gelände gefeiert. Die Katholische Kirche gab ganz offiziell ihren Segen und lud augenzwinkernd zu einer eigenen Krippenandacht ein. Hauptfeiertag ist traditionell der Montag mit einem morgendlichen Viehmarkt und dem anschließenden Frühschoppen für geladene Gäste. Diesmal wird unter anderem Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erwartet. An diesem Tag bleiben viele Geschäfte und Behörden in Vechta und sogar im benachbarten Lohne geschlossen.

Viel Trubel in den Festzelten

Das Besondere am Stoppelmarkt, der im Jahr 1298 seine Premiere hatte und seit 1577 unter dem heutigen Namen firmiert, sind nicht nur die vielen Fahrgeschäfte von der Loopingschaukel aus dem Jahre 1934 bis zum nagelneuen 55 Meter hohen Propeller-Karussell. Eine ganz wichtige Rolle spielen auch die rund 20 Festzelte - darunter ein komplett alkoholfreies -, in denen ganze Dorfgemeinschaften und Vereine an bestimmten Tagen zum Feiern zusammenkommen.

Stoppelmarkt: Vechta im Ausnahmezustand

Polizeiwache auf dem Markt

Polizei und Ordnungsbehörden haben sich in den vergangenen Wochen intensiv auf das Großereignis vorbereitet. Im Zentrum des Marktes gibt es eine eigene Wache. Zudem werden die Beamten regelmäßig über das Gelände patrouillieren, sich dabei allerdings im Hintergrund halten. Im vorigen Jahr war die Zahl der Ordnungskräfte wegen der Terrorgefahr erhöht worden, dabei soll es auch in diesem Jahr bleiben. Zudem wurde die Zufahrt durch einige Sperren erschwert.

Sonderbahnhof am Marktgelände

Um eine reibungslose Anreise der Besucher zu ermöglichen, hat die Nordwestbahn einen eigenen Stoppelmarkts-Bahnhof mit mehreren Sonderzügen eingerichtet. Für Autofahrer stehen zahlreiche Wiesenparkplätze bereit. Problematisch könnte es hier allerdings bei starken Regenfällen werden. In den vergangenen Jahren musste hier schon das ein oder andere Auto mit den bereitstehenden Traktoren aus dem Schlamm gezogen werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 10.08.2017 | 17:00 Uhr

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