Stand: 19.07.2017 14:24 Uhr

Trickbetrug: Zahl der Fälle steigt stark an

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Die Betrugsversuche per Telefon häufen sich, vermeldet die niedersächsische Polzei.

Wenn der Enkel oder die Enkelin anruft, freuen sich die Großeltern. Doch spätestens, wenn der Anrufer versucht, das Gespräch auf höhere Geldsummen zu lenken, sollten sie misstrauisch werden. Denn meist stecken hinter solchen Telefonaten nicht die eigenen Verwandten, sondern Trickbetrüger. Eine andere Masche, die Betrüger seit Neuestem wieder vermehrt anwenden: Sie geben sich als Polizeibeamte aus, um ihre Opfer auszuspionieren und auszurauben.

Meist rufen die Betrüger Senioren an

Am Telefon geben die Betrüger beispielsweise an, dass bei den Nachbarn eingebrochen wurde. Dann fragen sie ihre Opfer, ob auch bei ihnen Bargeld oder Schmuck gestohlen wurde. Meist läuft es darauf hinaus, dass der falsche Polizeibeamte ankündigt, zur Sicherheit einen Kollegen vorbeizuschicken, der die Wohnung überprüfen werde. Wenn dieser (falsche) Zivilbeamte dann wieder weg ist, sind meist auch Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände verschwunden. Solche Fälle häuften sich wieder in Niedersachsen, angerufen würden meist ältere Menschen, heißt es von der Polizei in Cuxhaven.

Auf der Liste eines Festgenommenen

In Leer (Ostfriesland) haben sich in diesen Tagen mehrere Bürger bei der Polizei gemeldet. Den Betroffenen gegenüber hatten Betrüger am Telefon behauptet, die Angerufenen stünden auf der Liste eines Festgenommenen. Anschließend forderten die falschen Polizisten Geld zur Unterstützung der Ermittlungen. Bezahlt habe aber niemand, so die Polizei. Stattdessen erstatteten die Opfer Anzeige.

Weitere Fälle in Hameln, Melle und Delmenhorst

Ähnliche Fälle gab es in den vergangenen Wochen auch in Cuxhaven, Delmenhorst, Melle und Hameln. Die Polizei warnt: Bei unbekannten Anrufern immer misstrauisch sein, niemals Namen und Adressen von Angehörigen nennen. Zudem würden Polizeibeamte am Telefon niemals nach Geld fragen. Wenn sich Betroffene unsicher fühlen, sollten sie sich direkt bei der Polizei melden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.07.2017 | 14:00 Uhr

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