Stand: 17.07.2017 12:54 Uhr

Sturmflut-Schäden auf Spiekeroog werden repariert

Auf Spiekeroog werden zurzeit die Schäden der Winter-Sturmfluten repariert. Die Küstenschützer haben nur ein schmales Zeitfenster zwischen Frühling und Herbst, um Strandabschnitte aufzuspülen und zu erhöhen. Außerdem müssen Dünen verstärkt werden, die von den Wellen zum Teil massiv angeknabbert wurden. Ohne Reparaturen würden die Schäden in den kommenden Jahren nach Ansicht der Küstenschützer weitaus größer ausfallen.

Eine Million Euro für Küstenschutz auf Spiekeroog

"Dünenbreite und Strandhöhe reichen nicht aus"

Auf Spiekeroog hatten Sturmfluten zuletzt einen 400 Meter langen Uferstreifen an der Westseite abgetragen. Auch große Stücke der Schutzdünen wurden zerstört, die eigentlich den Zeltplatz und den Südwesten der Insel vor Sturmfluten schützen sollen. Sie waren erst vor drei Jahren verstärkt worden. "Dünenbreite und Strandhöhe reichen nicht aus, um im nächsten Winterhalbjahr bei Sturmfluten einen Durchbruch zu verhindern", sagte Frank Thorenz vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

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Baggerschiff saugt Sand auf

Für die Erhöhung des Strandes und die Verstärkung der Dünen werden insgesamt 80.000 Kubikmeter Sand aufgeschüttet. Da nicht genug Sand zur Verfügung steht, kommt ein Baggerschiff zum Einsatz. Bei jeder Fahrt saugt es vor der Insel bis zu 7.000 Kubikmeter Sand auf. Danach entleert es seine Tanks über eine Pipeline, die das Baumaterial aus dem Meer zur Baustelle an Land spült. Spätestens zu den Herbstürmen müssen die Strände und Dünen wieder sicher sein. Gut eine Million Euro werden dabei auf Spiekeroog investiert.

Größte Strandaufspülung der vergangenen Jahre

Wenn die Arbeiten auf Spiekeroog abgeschlossen sind, geht es auf der Nachbarinsel Langeoog weiter. Dort wird der Strand bis September mit 600.000 Kubikmetern Sand verstärkt. "Das ist die größte Strandaufspülung als Küstenschutzmaßnahme auf den ostfriesischen Inseln in den vergangenen Jahren", so Thorenz. Die Gesamtkosten von sechs Millionen Euro tragen Bund und Länder.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 17.07.2017 | 12:30 Uhr