Stand: 29.12.2016 20:27 Uhr

Sturm hinterlässt auf Wangerooge große Probleme

Das Sturmtief "Barbara" hat vor allem auf der Ostfriesischen Insel Wangerooge deutliche Spuren hinterlassen. Am zweiten Weihnachtstag gab es dort einen massiven Abbruch der Strandkante an der Urlaubsinsel. Frustrierend, findet das Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos). Der Schaden betrage rund 350.000 Euro. Zudem muss die Verwaltung mit einem weiteren, tonnenschweren Problem auseinandersetzen. Am Mittwoch wurden fünf Schiffscontainer angespült. Der Sturm hatte die riesigen Frachtkisten vermutlich in den vergangenen Tagen von einem Schiff ins Meer geschleudert. Mittlerweile wurden auch auf Spiekeroog vier Container und auf Norderney drei weitere angespült. Sie stammen offenbar vom gleichen Containerschiff.

Bergung in Absprache mit Havariekommando

Nach Angaben des Bürgermeisters Lindner befinden sich in den Containern Holzlatten in verschiedenen Stärken und Längen. Über eine Bergung werde nun in Absprache mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt und dem Havariekommando in Cuxhaven entschieden.

Container als Sicherheitsrisiko

Herrenlose Container können zu einer großen Gefahr für die Schifffahrt werden. Wenn sie nicht komplett untergehen und nur knapp unter der Wasseroberfläche treiben, kann dies bei Kollisionen zu schweren Unfällen führen. Je nach Ladung können auch gefährliche Stoffe oder Chemikalien in die Umwelt austreten.

Viel Zeit zur Bergung der gestrandeten Schiffsfracht bleibt offenbar nicht. Denn laut den Wettervorhersagen hat sich für den Jahresbeginn bereits ein weiterer Sturm angekündigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.12.2016 | 12:00 Uhr