Stand: 29.01.2016 20:07 Uhr

Nach Razzia: Waffenhandel-Verdacht erhärtet

Bei einer großangelegten Razzia in Bremen, Oldenburg und Rastede (Landkreis Ammerland) sind am Donnerstag zahlreiche Unterlagen gefunden worden, die den Verdacht des Waffenhandels stützen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück am Freitag mit. Dazu gehörten sichergestellte Datenträger. Auch die Aussagen der Verdächtigen erhärteten den Verdacht, hieß es.

Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. © NDR

"Es sind sehr viele Beweismittel gesichert worden"

In drei niedersächsischen Städten hat das LKA Wohnungen mutmaßlicher Waffenhändler durchsucht. Die Gruppe soll international operiert haben, so Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer.

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Haftgründe lagen nicht vor

"Die angetroffenen Personen sind zunächst festgenommen worden, konnten dann aber auf freien Fuß gesetzt werden, weil Haftgründe nicht vorlagen", erklärte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. "Sie haben alle einen festen Wohnsitz in Deutschland. Deshalb können wir die Strafverfolgung so sicherstellen." Ob die Tatverdächtigen ein Geständnis abgelegt haben, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen.

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Waffenhandel in Oldenburg?

Den Waffenhändlern auf der Spur? An drei Orten hat es am Donnerstag Großeinsätze des LKA gegeben: Schwerbewaffnete Spezialkräfte durchsuchten mehrere Wohnungen. Bildergalerie

Spezialkräfte des Landeskriminalamts (LKA) hatten am Donnerstagnachmittag die Wohnungen der Verdächtigen durchsucht. Vermummte und schwerbewaffnete Polizeibeamte waren bei dem Zugriff im Einsatz. Ziel waren insgesamt drei Objekte. Der Einsatz hatte nach Ermittler-Angaben nichts mit den jüngsten Fahndungen gegen ehemalige Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF) oder mit dem Rockermilieu zu tun. Offenbar sollte am Donnerstag ein großes Waffengeschäft über die Bühne gehen. Um welche Art Waffen es sich dabei gehandelt haben soll, ist bislang unklar.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 29.01.2016 | 17:00 Uhr